Beiträge von claire

    Ja genau, ganz schlimm ist das!!smtraurig

    Wenn wir aber jetzt alle hingehen und nach dem Motto "bloss nicht auffallen" Kontakt nach draussen vermeiden, kommen wir nie dahin, dass ein Hund mit Mauli akzeptiert wird. Ich werde oft gefragt, warum Laila Mauli trägt, sie sei doch ein Labbi. Dann erzähl ich halt ihre Geschichte und dass sie sich die in unseren Augen falsche Lösungsstrategie ausgesucht hat. Klar, gibt es dann immer noch Leute, die mich für unfähig halten, aber oft genug höre ich auch, dass es die Leute gut finden, dass Laila dann eben mit Mauli gesichert ist und so üben kann, sie "richtig" zu verhalten ohne das jemand gefährdet wird. Und ganz oft hör ich auch "den Mut hab ich nicht" und das find ich soooo schade.

    Vielleicht bringt der Mauli ja auch mehr Leute zum Nachdenken?

    Mir geht es genauso-es fällt mir noch immer schwer, dass Joyce einen Maulkorb tragen muss in gewissen Situationen. Aber lieber so als hinterher die Probleme, wenn sie jemanden zwickt. Es ist einfach irgendwie nicht akzeptiert, dass ein Hund beißen könnte, weil er eben immer noch ein Tier ist. Irgendwie ist das so eine Art Tabu, habe ich das Gefühl. Naja, irgendwann wird das schon und wenn nicht, dann eben nicht.

    Nein, es ist nicht akzeptiert, dass ein Hund Mauli trägt. Ein Hund hat immer lieb zu sein und sich alles von allen gefallen zu lassen, ansonsten hat man als Halter eben Erziehungsfehler gemacht ....

    Wir waren heute ja in einer Hundegruppe unterwegs, Laila mit Mauli und sie hat soviel Spass gehabt - sie konnte mit den Jungs rennen, auch mal ohne Leine und ich war sicher, es konnte nichts passieren. Das gab uns beide Lockerheit. In der Gruppe war es akzeptiert, dass Laila Mauli trägt und dass andere Spaziergänger einen Riesenbogen um uns gemacht haben - prima, dann brauch ich den nicht machen.

    Es wird einfacher mit dem komischen Gefühl, je länger bzw. öfter Laila Mauli trägt.

    Ich gehe auch nie von zu Hause aus los, damit kommt Laila einfach nicht klar. Wir wohnen zwar in einer kleinen Stadt und dann noch am Ortsausgang, aber es gibt Hunde, die hier Gassi geführt werden, welche, die im Garten ihre Hecke verteidigen, Autos, Fahrräder, Motorräder ..... Das geb ich mir einfach nicht. Da Laila auch noch die Tendenz hat, mit Beschädigungsabsicht gegen andere Hunde vorzugehen, bin ich ganz lange im Wald unterwegs gewesen, wo uns mit grösster Wahrscheinlichkeit niemand begegnet. Gleichzeitig habe ich mir eine Trainerin gesucht, mit der ICH erst mal ein vernünftiges Handling geübt habe und auch selber auszuhalten, dass da jetzt ein Hund kommt, den meiner gerne töten möchte und sich auch entsprechend gebärdet. Ich hab mit meiner Trainerin viele Gespräche geführt und auch mal Rotz und Wasser geheult, aber irgendwann war ich soweit, dass ich mich in ein Begegnungstraining getraut habe. Das mache ich seit 2 Jahren mit Laila und in dieser Zeit ist ganz langsam das Vertrauen gewachsen, dass es doch mal irgendwann was wird, dass Lailas erste Lösung doch mal sein wird, zu mir zu kommen und nicht zu töten. Es gibt aber auch immer noch ganz viele Tage, wo Laila nur im Garten bleibt - wenn sie nicht gut drauf ist, wenn ich keinen guten Tag habe, wenn der Mond im falschen Verhältnis zu den Hormonen steht ....

    Mein Mann geht auch nicht mit Laila - er traut sich nicht und ganz ehrlich vertraue ich ihm da auch nicht. Es hat mich lange Zeit sehr genervt, aber irgendwann hab ich mir gesagt (und vor allem auch akzeptiert), dass es besser ist, wenn er nicht mit ihr geht, so kann aus seiner Unsicherheit kein Unglück geschehen.

    Heute werden wir in fremder Umgebung mit einer grösseren Hundegruppe, die Laila alle nicht kennt, spazieren gehen. Ich hab akzeptiert, dass Laila bei solchen Gelegenheiten einen Mauli tragen muss, denn dann kann sie sich benehmen und vor allem nicht zubeissen. Was andere dazu sagen wird mir immer mehr egal - ich hab ein sicheres Gefühl und das ist das wichtigste. Die, die mir blöde Blicke zuwerfen oder meinen, was kommentieren zu müssen, haben nicht meinen Hund an der Leine .....

    Hast Du auch mal bedacht, dass das Gassi gehen ansich schon ein so hohes Stresslevel generiert, dass dein Hund gar nicht mehr anders kann, als irgendwie die Luft ablassen. Dazu könnte Dein Druck "es muss jetzt mal funktionieren" noch zusätzlichen Druck beim Hund aufbauen.

    Ich würde viel weiter vorne anfangen, was zu ändern, nicht erst auf der Gassirunde. Dazu gehören für mich z.B. wie ist Deine Stimmung, wenn Du rausgehen willst? Hast Du schon so ein Gefühl von "äh, gleich macht er bestimmt wieder das und das, das nervt"? Dann bleib zu Haus, trink einen Kaffee und entspann Dich bis Du ein Gefühl hast "ja, wir gehen jetzt und was passiert, passiert". Dann ist schon sehr viel Druck raus. Dann würde ich mir anschauen, wie die Vorbereitungen fürs Gassi gehen ablaufen. Ist alles freudig und einfach oder musst Du irgendwie "Druck" ausüben. Erst danach würde ich überlegen, wo auf dem Gassigang noch Druck entsteht.

    ...Der Hund verstünde, dass man nicht das Knurren an sich verbietet, sondern dass man will, dass er sich gar nicht so in der Situation verhält, also dass er merkt: Ah, ich soll nicht ablehnend (Knurren) sein, sondern "mich benehmen".

    Wenn der Hund knurrt, benimmt er sich doch in seinen Augen richtig - er sagt Bescheid, dass ihm diese Situation unbehaglich ist. Er wird nicht, weil ich ihm das knurren verbiete, lernen, dass er sich benehmen soll ... Wie soll er sich denn benehmen? Hat man ihm das vorher gezeigt?

    Ich würde immer vorziehen, dass mein Hund knurrt, dann habe ich nämlich die Chance noch zu reagieren und meine Handlung zu ändern, damit mein Hund sich wieder wohl fühlt.

    Wir haben das mit dem Eierlikör letztes Jahr auch gemacht und Laila war sehr entspannt. Wir waren in Hagen und da hat es den ganzen Abend ordentlich geböllert. Laila war zur Hauptknallzeit etwas unruhig, aber das wars dann auch.

    Googel mal Tierarzt Dr. Rückert, der hat dazu was auf seinem Blog geschrieben.

    Hier wird meist nur nachts geböllert, wenn jemand in der Nachbarschaft Geburtstag hat. Versteh ich zwar nicht, aber ändern kann ich es nicht. Samstag gingen Böller hoch, als wir kurz vorm Training noch mal im Garten waren. Das fand Laila auch nicht prickelnd und sie kam sofort zu mir gerannt. Wir haben dann gleich unsere Entspannungsübung gemacht und dann ging es wieder. Ich musste dann zwar mit Laila durch den Garten laufen bis sie Pipi machen konnte, aber das war es mir wert. Ich bin so froh, dass das mit unserer Entspannungsübung so gut funktioniert.

    Neo ist da völlig schmerzbefreit. Der hätte in seiner Jugend auch die Böller apportiert. Marnie war immer völlig panisch. Die ging ab Silvester 16 h bis Neujahr späten Nachmittag nicht mal in den Garten, sie hat alles eingehalten. Danach ging sie auch nur mit Geschirr und Leine ...

    Von so einer Decke halte ich ohnehin sehr viel! :thumbdown:

    Ist zwar ein bisschen was anderes, aber ich habe für Hugo immer so eine Reisedecke dabei, die bekommt er hingelegt, wenn wir irgendwo sind und er sich da niederlassen soll. Es geht gar nicht mal (nur) darum, die spitzen Knochen vor einem möglicherweise sehr harten Untergrund zu schützen, sondern auch und vor allem um ein Signal, darum, einen Platz zu definieren, der ihm zugewiesen wird, an dem er jetzt gut und richtig ist. Und ich stelle mir vor, dass das für einen Angsthund noch wichtiger ist.

    Wir haben damals bei Lena "versehentlich" eine (irgendeine) Decke konditioniert, weil wir immer eine dabei hatten, wenn wir irgendwohin gingen. Hatte dann den "Nachteil", wenn wir mal eine Decke vergessen hatten, konnte Lena sich nirgendwo hinlegen, war unmöglich für sie. Marnie haben wir dann auch immer eine Decke angeboten, aber sie lag lieber direkt in meiner Nähe, Neo braucht seine Höhle, liegt also unterm Tisch und zwar lieber 3 m neben seiner Decke als da drauf. Laila braucht wirklich eine ihrer beiden sicheren Decken, die dann bitte auch auf meinen Füßen unterm Tisch liegen sollte ...

    Neo und Laila schlagen ja an, wenn es an der Tür klingelt oder jemand Werbung etc. in den Briefkasten steckt oder nebendran jemand auf den Parkplatz fährt oder diesen verlässt. Da bin ich auch sehr konsequent jedes mal aufgestanden, hab an der Tür geguckt und dann kommentiert mit "alles ok, Frauchen hat's im Griff". Gleichzeitig habe ich eingeführt, dass sie im gewissen Abstand von der Tür absitzen müssen, bevor ich die Tür öffne. Heute wird lange nicht mehr soviel kommentiert.


    Im Garten kommentiert Laila allerdings alles, was sie sieht oder hört. Da arbeite ich immer noch mit ganz viel Körperkontakt. Wenn z.B. im Garten hinter der Hecke die Wäschespinne aufgezogen wird und Laila bellt, rufe ich sie zu mir und beruhige sie über den Körperkontakt mit mir. Dann legt sie sich meist freiwillig in meine Nähe und verlässt sich darauf, dass ich alles regel.

    Sind allerdings Menschen in dem Garten, den Laila einsehen kann, wird es schwieriger. Manchmal klappt es, dass wir gemeinsam schauen gehen, wer da ist, manchmal muss sie dann in meiner Nähe abliegen, weil sie sich sonst immer mehr aufspult. Generell kann ich aber sagen, dass es für Laila im Garten einfacher ist, wenn ihre sichere Decke mit draussen ist.

    Ich bin mit den Stake-outs seit Jahren total zufrieden. Die sind im Prinzip baugleich mit den Camiros. Ich hatte von denen auch schon Sicherheitsgeschirre, die ich auch gut fand. Die Geschirre sind halt schön gepolstert und auf Mass gemacht. Wenn man einen "unförmigen" Hund hat, z.B. starkem Brustkorb oder so passt das einfach besser.

    Das hab ich auch überlegt. Angeblich kann Hundi ja selbstständig die Box verlassen und aufsuchen, nur kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Schisserhund freiwillig die Türen aufstösst. Laila geht bis heute durch keine Tür, die nicht weit genug offen steht. Und wenn ich meinen Hund da rein packe, weil er ständig bellt, werde ich doch wahrscheinlich die Türen verriegeln, damit er da drin bellt. Die Engländer sind schon teilweise seltsam ....

    Ich bin ja anglophil veranlagt und lese auch gerne mal englische Zeitschriften und gestern bin ich über einen "quiet kennel" gestolpert. Das musste ich mir dann doch mal näher anschauen ....

    http://www.prestigepets.co.uk/quiet-kennel/


    Ganz ehrlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Hundi sich in so einem komplett verschlossenen Kennel wohlfühlt, selbst wenn die Air-Con so funktioniert, wie es beschrieben wird. Was haltet ihr davon?