Kein Alkohol für Hunde, auch nicht an Silvester

  • Jedes Jahr pünktlich an Silvester wird es wieder empfohlen, das Schlückchen Eierlikör, damit der Hund die Knallerei besser erträgt. Inzwischen kursieren Dosierempfehlungen mit genauen Anweisungen im Internet, sogar Tierärzte geben konkrete Tipps ab.


    Als Forenbetreiberin und Therapeutin für ängstliche Hunde distanziere ich mich ausdrücklich von derartigen Tipps!

    Alkohol ist kein geeignetes Mittel, um einen Angsthund zu therapieren, sei es nun zu Silvester oder in anderen für den Hund beänstigenden Situationen!


    Pauschale Dosieranleitungen im Internet sind fahrlässig und verantwortungslos. Niemand kennt das Alter und den Gesundheitszustand des jeweiligen Hundes. Niemand weiß, ob der jeweilige Hund Medikamente bekommt. Niemand kann einschätzen, wie der jeweilige Hund überhaupt Alkohol verträgt.


    Ein bisschen was zum Nachdenken:

    Wenn wir mal von uns Menschen ausgehen, die Menge an Alkohol, ab der der Rauschzustand in Übelkeit und Schwindel kippt, ist bei jedem Menschen anders. Je weniger Alkohol ein Mensch gewohnt ist, je weniger verträgt er. Es gibt Unterschiede schon allein durch Alter, Geschlecht oder Körpergröße. Wer weiß denn so genau, wie das beim Hund ist? Studien dazu gibt es nicht. Hunde haben eine natürlich Abneigung gegen Alkohol. Warum ist das so? Und wie soll der Hund uns mitteilen, ab wann er genug hat? Wollen wir tatsächlich, dass unserem Hund zu all dem Böllerstress auch noch schlecht ist?


    Wenn hier im Forum jemand schreibt, dass er seinem Hund an Silvester Eierlikör gibt, dann ist das keinesfalls als allgemeine Empfehlung zu verstehen! Es handelt sich dabei um persönliche Erfahrungen des Users und deckt sich keinesfalls mit der Meinung der Forenbetreiberin. Wer seinem Hund Alkohol gibt, tut das eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko. Die Forenbetreiberin übernimmt keinerlei Haftung.