Bellen ....... Nicht-Bellen

  • Also ich nehme das Thema "unerwünschtes Bellverhalten" hier mal neu auf und kopiere das was schon gesagt wurde hier rein.

    Mich interessiert das nämlich auch sehr, da Lucie schon viel "kommentiert" biggrin!


    Das Problem mit dem vielen Bellen, gerade auch in der Wohnung - ich weiß ja jetzt nicht, wie Eure neue Trainerin arbeitet, dass Du alle Zwangsmittel entsorgt hast finde ich Klasse.

    Lucie ist ja auch eine Bellerin - wir arbeiten gerade mit Lob, und zwar dann, wenn sie noch still ist (also draußen sind Stimmen zu hören und sie bellt nicht usw. ) - nur noch so als Idee.

    Wie aber sorgt man dafür, dass der Hund zu Bellen aufhört, wenn er eben eh schon viel bellt?

    Da muss man vorher schon ein "Entlastungswort" oder eine bestimmte Handlung aufbauen. Wenn unsere beiden anschlagen, gehe ich nachsehen und sage dann alles ok, dann ist auch gut.

    Laila muss draussen auf einer Decke neben mir liegen sonst bellt sie bei jeder Fliege oder wenn die Nachbarn nur dran denken, sich zu rühren ....


    So smerleichtert - also bitte her mit Euren Ideen !

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • Ich kann da leider - oder zum Glück - nicht viel beitragen, weil ich bisher keinen grundsätzlich bellfreudigen Hund hatte und keiner von beiden zum Kommentieren neigt(e), auch kein Gebell, wenn es an der Tür läutet, nie, ganz von selbst und ohne Training.

    Ronnie hat sehr wenig gebellt, Hugo versucht manchmal mit Bellen herumzubenzen, Aufmerksamkeit zu bekommen, aber das lässt sich relativ leicht unterbinden und ist ja auch was anderes, als das Kommentieren. Und am Zaun o.ä. bellt er ohnehin nie.

  • Ich habe einen Stressbeller, also wenn ihn etwas in Stress versetzt, versucht er den Auslöser durch verbellen loszuwerden. Bei uns war der Schlüssel, bei jedem (!) Geräusch, das Timon stressig fand, aufzustehen, einmal in der Wohnung die Lage zu checken, dann dem Hund zu sagen "Alles okay, leg dich wieder hin" und dann zum Tagesgeschäft überzugehen. Immer und immer wieder. Anfangs bin ich bestimmt 60, 70 mal am Tag aufgestanden, zur Tür gelatscht und wieder zum Schreibtisch. Erst ist Timon noch mitgekommen, das hat er allerdings relativ schnell sein gelassen und hat mich schauen lassen, allerdings noch angespannt sitzend. Irgendwann fing er an, nicht mehr jedes Geräusch gleich zu verbellen, hat aber sehr aufmerksam beobachtet, ob ich es trotzdem mitbekomme. Da hat er ganz klar meine Kompetenzen getestet. In "Phase 2" bin ich also aufgestanden, bevor er anfing zu bellen. Schrittweise konnte ich dann das aufstehen reduzieren, es reichte, wenn ich ihm sagte "Hab ich auch gehört, alles gut". Heute reagiert er nur noch auf sehr wenige Geräusche überhaupt und wenn ihn etwas beunruhigt, schaut er mich in den meisten Fällen erst hilfesuchend an, bevor er anschlägt.

    Liebe Grüße, Nadine & der Dicke, der nicht dick ist

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von nkruemel ()

  • So versuchen wir das bei Lucie auch wie Du Nadine - ich muss aber gestehen ich bin da nicht so konsequent - aber Verbesserungen habe ich auch schon bemerkt trotzdem biggrin dauert halt wahrscheinlich nur noch länger smpfeifensmpfeifen.

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • Neo und Laila schlagen ja an, wenn es an der Tür klingelt oder jemand Werbung etc. in den Briefkasten steckt oder nebendran jemand auf den Parkplatz fährt oder diesen verlässt. Da bin ich auch sehr konsequent jedes mal aufgestanden, hab an der Tür geguckt und dann kommentiert mit "alles ok, Frauchen hat's im Griff". Gleichzeitig habe ich eingeführt, dass sie im gewissen Abstand von der Tür absitzen müssen, bevor ich die Tür öffne. Heute wird lange nicht mehr soviel kommentiert.


    Im Garten kommentiert Laila allerdings alles, was sie sieht oder hört. Da arbeite ich immer noch mit ganz viel Körperkontakt. Wenn z.B. im Garten hinter der Hecke die Wäschespinne aufgezogen wird und Laila bellt, rufe ich sie zu mir und beruhige sie über den Körperkontakt mit mir. Dann legt sie sich meist freiwillig in meine Nähe und verlässt sich darauf, dass ich alles regel.

    Sind allerdings Menschen in dem Garten, den Laila einsehen kann, wird es schwieriger. Manchmal klappt es, dass wir gemeinsam schauen gehen, wer da ist, manchmal muss sie dann in meiner Nähe abliegen, weil sie sich sonst immer mehr aufspult. Generell kann ich aber sagen, dass es für Laila im Garten einfacher ist, wenn ihre sichere Decke mit draussen ist.

  • ihre sichere Decke

    Von so einer Decke halte ich ohnehin sehr viel! :thumbdown:

    Ist zwar ein bisschen was anderes, aber ich habe für Hugo immer so eine Reisedecke dabei, die bekommt er hingelegt, wenn wir irgendwo sind und er sich da niederlassen soll. Es geht gar nicht mal (nur) darum, die spitzen Knochen vor einem möglicherweise sehr harten Untergrund zu schützen, sondern auch und vor allem um ein Signal, darum, einen Platz zu definieren, der ihm zugewiesen wird, an dem er jetzt gut und richtig ist. Und ich stelle mir vor, dass das für einen Angsthund noch wichtiger ist.

  • weil die Nachbarn nicht so unbedingt tolerant gegenüber einem Dauerbeller waren

    Wir haben sehr tolerante Nachbarn - die haben aber drei kleine Jungs und wir sind ebenso tolerant - fördert damit leider nicht gerade unsere Konsequenz biggrin!

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • Von so einer Decke halte ich ohnehin sehr viel! :thumbdown:

    Ist zwar ein bisschen was anderes, aber ich habe für Hugo immer so eine Reisedecke dabei, die bekommt er hingelegt, wenn wir irgendwo sind und er sich da niederlassen soll. Es geht gar nicht mal (nur) darum, die spitzen Knochen vor einem möglicherweise sehr harten Untergrund zu schützen, sondern auch und vor allem um ein Signal, darum, einen Platz zu definieren, der ihm zugewiesen wird, an dem er jetzt gut und richtig ist. Und ich stelle mir vor, dass das für einen Angsthund noch wichtiger ist.

    Wir haben damals bei Lena "versehentlich" eine (irgendeine) Decke konditioniert, weil wir immer eine dabei hatten, wenn wir irgendwohin gingen. Hatte dann den "Nachteil", wenn wir mal eine Decke vergessen hatten, konnte Lena sich nirgendwo hinlegen, war unmöglich für sie. Marnie haben wir dann auch immer eine Decke angeboten, aber sie lag lieber direkt in meiner Nähe, Neo braucht seine Höhle, liegt also unterm Tisch und zwar lieber 3 m neben seiner Decke als da drauf. Laila braucht wirklich eine ihrer beiden sicheren Decken, die dann bitte auch auf meinen Füßen unterm Tisch liegen sollte ...

  • Nala meldet vor allem, wenn ich abends im Bett liege und sich unten an der Haustür was tut. Unser Schlafzimmer ist das erste Zimmer in der Wohnung. Und sie meldet, wenn ich zum Beispiel im Bad bin, d.h. sie grad allein klarkommen muss. Türklingel wird nicht gemeldet. Da geh nur ich hin.

    Im Hotel hat sie leider auch gemeldet, nerv. Zum Glück waren die Senioren auch abends alle früh im Bettsmlach

    Nala hat so ein schrecklich kreischendes Bellen, total nervig. Kriegste nen Tinnitus.

    Und bei mir ist es Ähnlich wie bei Sibylle, die liebe Konsequenz. Wenn ich im Bett rumliege hab ich keinen Bock mehr aufzustehen smverlegen


    Und sie bellt gern, wenn die beiden grossen unten Stimmung machen...

  • ich hatte halt zwei wilde Jungs und nen bellenden Hund, die Nachbarn nix davon.

    Wir lieben Familie B. über uns, aber in ein paar Monaten ziehen sie leider aus, wir sind echt traurig. Für sie ist es natürlich toll endlich was größeres gefunden zu haben - Mal schauen, wer dann einzieht oder wir waren bis dahin konsequent biggrin!

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • In unserer Nachbarschaft sind die Familien wesentlich lauter als alle Hunde zusammen. Erwachsene, die volle Lautstärke Musik hören, während sie die Blumen gießen, oder auch sehr laut mit ihren Kindern reden. Nebenan stachelt der Vater seinen dreijährigen Sohn regelrecht an. Manchmal habe ich das Gefühl, er lebt über den Sohn seine Kindheit aus. Der Sohn mag manches Mal gar nicht und hat den Vater auch schon, etwa beim Drachen steigen lassen, einfach stehen gelassen. Auf der anderen Seite telefoniert die Mutter gern im Garten, ich könnte Gesprächsprotokolle schreiben. Manchmal träume ich von einem Kläffer mit kräftigem Organ in unserem Garten. Aber nicht wirklich, ich kann Gekläffe ja selbst nicht ausstehen. Also arbeite ich lieber daran.

  • Lola ist eine Freude- und Streßbellerin.

    Sie fährt in 1Sekunde von 0 auf 100 hoch. In der Wohnung ist sie ansonsten sehr ruhig,zeigt keinen Wachtrieb. Nur wenns rausgeht,durch die Aufregungsfreude. Draußen bellt sie aus angst,wenn sie mit etwas überfordert ist. Das ist schon nervig.

  • Bei uns an der Straßenecke ist ein Hund im Garten der bei allem, das vorbei geht, komplett ausrastet. Typischer Fall von: ich lass meinen Hund alleine in den Garten und wundere mich, wenn er übermäßig bellt. Es nervt alle Nachbarn. Aber lustig ist, dass er wenig bis gar nicht bellt, wenn ich mit Joyce dran vorbei gehe. Gehe ich alleine, bellt er. Ich glaube, er mag sie. biggrin

  • ich lass meinen Hund alleine in den Garten und wundere mich, wenn er übermäßig bellt.

    Es gibt ja viele Leute, die denken, das sei ein artgerechtes Hundeleben: ein Garten, in dem er seine Tage verbringt und macht, was er will. Die finden es dann ganz furchtbar, wenn ein Hund ohne Garten leben muss.

    Dabei würde ich (als Gartenbesitzerin!) sagen, dass ein Garten aus Hundesicht nun wirklich nicht so dringend nötig ist. Sicher ist er praktisch, z.B. bei Angsthunden, die (noch) nicht draußen spazieren gehen bzw. sich lösen wollen oder so, und natürlich hilfreich bei einem alten Hund, der oft schnell mal raus muss.