Hundebegegnungen

  • Wie geht ihr mit Hundebegegnungen um?


    Wir haben den ein oder anderen Hund in unserem Spaziergeh-Umfeld, der leinenlos sofort angestürmt kommt und unseren Hund bedrängt.

    Unser Murphy versucht dann den kleinen Bobbes einzuziehen und sich klein zu machen....den Raudi-Hund stört das nicht.

    Ich hänge am anderen Ende der Leine und weiß nicht genau wie ich ihm helfen kann.


    Die Besitzer der Raudi-Hunde stört das alles nicht und selbst wenn, die Hunde hören eh kein bisschen auf das rufen.


    Ich kann ihn in diesem Moment auch nicht richtig kurz nehmen und mich vor ihn stellen, weil er soviel Nähe gerade in so einer Stresssituation

    nicht zulässt.


    Was würdet ihr tun?

  • ja, das finde ich auch immer kompliziert, gerade wenn die anderen Hundebesitzer keine Unterstützungsmaßnahmen ergreifen.

    Wenn ich es rechtzeitig mitbekommen, versuche ich Karma hinter mich zu bringen. Mit einer forschen Stop Handbewegung (schafft schon mal Raum), zischendem Geräusch und fixierenden Blick, aufstampfen, versuche ich den Hund abzuhalten. Zeitgleich dem Besitzer verklickern, dass kein Kontakt gewünscht ist (schön ist es natürlich, wenn man das vorher schon gemacht hat). Manchmal klappt es, manchmal nicht..muss man wohl, oft üben...

  • Es gibt mehrere Möglichkeiten. Nicht jede Variante funktioniert aber bei jedem Hund.
    Einige Hunde lassen sich schon davon beeindrucken, wenn du sie freundlich aber bestimmt weg schickst.
    Andere brauchen da eindeutigere Dinge, z.B. ein lautes und bestimmtes "Hey" mit einem gleichzeitigen kräftigen Schritt in Richtung Hund.
    Dann gäbe es noch die Variante den fremden Hund zu stoppen und mit dem eigenen Hund dann einfach weg zu gehen.
    Eine sehr effektive Variante ist wohl auch, dem fremden Hund einfach Futter entgegen zu werfen. Die meisten Hundehalter finden das extrem sch..ße, wenn man einfach so Futter wirft und holen den Hund meist ganz schnell wieder zu sich.
    Futter werfen, würde ich aber eher nur in Ausnahmesituationen nehmen.


    Ansonsten noch diese Variante:

    https://www.hey-fiffi.com/blog…-teil-1-die-geruchsbombe/


    Edit: Es gibt bei hey-fiffi auch noch ein tolles Video dazu (mit unserer Trainerin), das ist aber leider nur für Mitglieder sichtbar.

  • Ich hätte ja nichts gegen ein kennenlernen der Hunde auf die sanfte Art. Also langsam herankommen, erstmal schnüffeln.....aber diese Brecher (vorzugsweise Labrador) sind echt sowas von penetrant.

    Die Idee einfach mal auf den Hund zuzugehen und Stop zu rufen, ihn so vielleicht auszubremsen finde ich gut, aber das muss ich üben. Irgendwie bin ich da auch befangen.

  • Ich würde mir ein paar Leute suchen mit denen du erstmal üben kannst. Also erstmal Menschen stoppen,evtl. wegschicken/umlenken und dann mit angeleinten Hunden. Das hat zB. mir sehr geholfen. Und dein Hund kann dadurch Vertrauen zu dir gewinnen,weil er sieht du schaffst das zu regeln. Im Ernstfall vertraut er dir dann und du kannst dich auf den fremden Hund konzentrieren.

  • Unsere Trainerin hat uns gesagt, wir sollen Monty einfach auf den Arm nehmen dann. ist bei dir natürlich doof, wenn seiner es schon nur schwer ertragen kann dann nah bei dir zu stehen.

    Ansonsten, groß und breit machen (also Arme ausbreiten) und energisch einen Schritt auf den Hund zu machen. Hat bei mir bisher immer gewirkt, wenn die mit genug Anlauf auf usn zukommen.

    Das mit dem Futter find ich auch gut, muss ich mal probieren.

  • Also das halte ich ja für völlig falsch! Einen Hund auf den Arm nehmen wenn ein anderer in die Nähe kommt....Trainer gibt es....

    Welche Probleme daraus entstehen sieht man ja bei den vielen kleinen Schosshunden die völlig verzogen sind.


    Was hat das jetzt miteinander zu tun?

    Solange man ansonsten mit seinem Hund arbeitet, damit Probleme gar nicht erst entstehen bzw. man an Lösungen arbeitet, ist das für mich eine Option (geht leider nur bei kleinen Hunden). Ich mache es letztendlich bei Laila nicht viel anders, wenn ich sie zwischen meine Beine nehme.

    Und bei einem eh schon ängstlichen Kleinhund bewahrt ihn der Arm vor einer weiteren unschönen Erfahrung von einem grösseren Hund plattgewalzt zubwerden.

  • Unsere Trainerin empfiehlt bei kleinen Hunden ebenfalls den Hund auf den Arm zu nehmen. Allerdings mit dem Hinweis, das ganze auch mit einem Wort anzukündigen und das auch zu trainieren, damit der Hund vom hochheben nicht überrascht wird.

    Sie selbst hat auch eine kleine Angsthündin und sie nimmt die Kleine regelmäßig auf den Arm. Mehr Angst hat die Kleine dadurch definitiv nicht und unerzogen ist sie ebenfalls nicht.

    Den Hund auf den Arm zu nehmen kann also durchaus eine gute Lösung sein.

  • Wir haben das bei Paula von Anfang an so gehandhabt. War eine intuitive Lösung aus der "Not" heraus, damit sie überhaupt die Wohnung verlassen kann. Draußen ist es super hilfreich, wenn ein Reiz für sie zu viel ist. Ich sage "Heben" und sie weiß was kommt. Der Arm stellt für sie einen sicheren Ort dar, von dem aus sie in der Lage ist die Situation wahrnehmen zu können. Würde ich sie bei manchen unten lassen, wäre sie kopflos und könnte das nicht. Es ist auch in anderen Situationen praktisch. Bspw steigt sie nicht von allein ins Auto. Also kommt das "Heben", sie bleibt stehen und los geht's. Natürlich ist aber zielführend, im Training die Angst von solchen Dingen abzubauen. Ich finde es immer schwierig zu verallgemeinern, nur weil in anderen Mensch-Hund Teams negative Folgen erscheinen. Ich finde jeder Hund und jede Situation ist individuell zu betrachten und da bedarf es dann individueller Lösungen.

  • Okay, so habe ich das noch nicht gesehen. War mit nur direkt im Zusammenhang mit Omchens aufgefallen, die ihre Hunde, weil sie selber Angst vor der Begegnung haben, hochnehmen. Davon werden die Hunde meist ängstlich obwohl sie es vorher nicht waren.

    Aber wenn es bei euch eine gute Erfahrung ist, wieso nicht....