Brauche mentale Unterstützung

  • Hallo,

    ich brauche mal mentale Unterstützung!

    Unser Murphy ist nun seit 6 Wochen bei uns und sein Verhalten wechselt ständig. Es gibt Tage da klappt der Alltag schon ganz gut und an anderen Tagen ist es als ob er uns gerade zum ersten Mal sieht.

    Irgendwie bin ich traurig weil,er so wenig vertraut, andererseits sind 6 Wochen noch keine Zeit.

    Ich würde ihn gerne mal streicheln, aber er lässt das nicht zu, bzw. zeigt er Meideverhalten und wir akzeptieren das.


    Irgendwie weiß ich gerade nicht wie es weiter gehen soll und habe Angst das er immer so bleibt.


    😢😢😢

  • 6 Wochen sind, wie du selber sagst, noch keine Zeit. Murphy lernt Euch und Euren Alltag ja immer noch kennen. Ihr könnt ihm vielleicht etwas helfen, indem ihr den Tagesablauf möglichst immer gleich gestaltet und vieles vielleicht auch einfach benennt.


    Ansonsten: lasst Euch und Murphy Zeit. Zeit und Geduld bringt ganz ganz viel.

    Und wenn Du magst, lies Dich durch die verschiedenen Tagebücher, es gibt hier einige, die durch eine ähnliche Situation gegangen sind.

  • Sandra ,das ist erst eine so kurze Zeit die er bei euch ist.


    Ulrike hat recht geh vielleicht mal bisschen in den Tagebüchern lesen.

    Da wirst du sehen das du nicht allein bist und das es immer weiter vorwärts geht selbst wenn es mal zurück geht.


    Ich kenne das auch .


    Vieles brauch Zeit ,vieles wird besser und manches bleibt leider auch bei unseren Schissbüxen !

    Aber 6 Wochen ist nichts gib euch Zeit!smknuddel

  • Ihr habt ja Recht, aber man bekommt einen neuen Hund und hat seitdem das Gefühl das es nur noch schwierig ist. Wir können abends nicht mehr das Haus verlassen, weil er jault....und und und.

    Dabei wollte man doch mit viel Liebe und Geduld alles richtig machen und hatte die Hoffnung das es schnell einfacher wird.


    Wir hatten vorher 7 Jahre einen Angsthund und der war im Nachhinein gefühlt easy....

    Sicher war es da am Anfang auch nicht einfach, aber unser Murphy ist schon ein hartnäckiger Fall.


    Muss mich einfach mal ausheulen. Man meint es gut und es kommt gefühlt so nix zurück.

    Heute ist ein bescheidener Tag....er flüchtet sowie wir ein Zimmer in dem er ist betreten.


    Unser Tagesablauf ist immer gleich und auch feste Zeiten haben wir für Gassi, Fressen usw.


    ....naja.....wird schon werden.....bin heute nur so depri.....

  • Und genau das darf auch mal sein! Ausheulen! Es ist stellenweise so anstrengend und kostet einiges an Kraft und Energie und irgendwo muss dann eben auch mal der Frust und manchmal die Verzweilfung hin. Einfach mal Luft machen und dann gehts wieder weiter. Was habe ich stellenweise geweint und wusste nicht mehr wies weiter gehen soll, alles hinterfragt, Selbstzweifel gehabt... die ganze Palette... Paula ist in genau 3 Tagen 8 Monate bei uns. 6 1/2 davon waren richtig richtig anstrengend. Dann entschlossen wir uns eine Verhaltenstherapeutin mit ins Boot zu nehmen und nun ist Vieles schon einfacher. Zwar noch lange entfernt von einem "normalen" Hund und immer noch ein harter Brocken, aber wir alle haben nun mehr Lebensqualität. Natürlich gibt es auch einiges an Abstrichen... seien das kleine Planungen wie Urlaube und spontane Aktivitäten oder Unsicherheiten in Bezug auf die Umsetzung größerer Zukunftspläne. Aber irgendwie wird das alles schon funktionieren und am Ende hat man einem bedürftigen Tier die Chance auf ein schönes Leben ermöglicht.


    Ihr schafft das und du wirst sehen, bald kommen viele kleine glückliche und schöne Momente, die irgendwann immer mehr werden smknuddel

  • man bekommt einen neuen Hund und hat seitdem das Gefühl das es nur noch schwierig ist

    Ja...das kennen wohl viele hier... schands

    Dabei wollte man doch mit viel Liebe und Geduld alles richtig machen und hatte die Hoffnung das es schnell einfacher wird.

    Nee... schnell? Wieso schnell? Es WIRD einfacher, ganz gewiss! Teilweise, weil der Hund Fortschritte macht, teilweise, weil man seine Arrangemenmts findet, um es sich selbst auf Dauer einfacher zu machen.

    Und genau das darf auch mal sein! Ausheulen!

    Genau!

  • Kennt ihr das? Wir wollten dieses Mal einen „normalen“ Hund, nachdem wir 7 Jahre mit einem Angsthund gelebt haben. Dieses Mal haben wir uns unseren Murphy vorher auf seiner Pflegestelle angeguckt und da war er.....naja ich würde sagen unsicher....nicht ängstlich. Er hatte dort aber auch 5 Hundekumpel. Wir waren uns so sicher.....den Kriegen wir hin, der ist ja gar nicht soooo schwierig. 😄😄😄


    Okay, das wir nicht den Normalo kriegen war uns schon klar, wollten wir auch gar nicht. Die Angstnasen liegen uns schon am Herzen.


    Jetzt müssen wir da durch und ich hoffe und wünsche so sehr das es bald etwas besser wird. Es tut weh zu sehen wie er mit seinenÄngsten kämpft....und man würde ihn so gerne in den Arm nehmen und sagen, Junge....hier bist du sicher und alles wird gut.....gemeinsam schaffen wir das.


    ....und dann siehst du die großen Augen die dich panisch angucken und nur zu rufen scheinen.....Fass mich nicht an du Monster 😳


    Also Arschbacken zusammenkneifen....und weiter gehts! Danke fürs jammern dürfen ❤️

  • "und man würde ihn so gerne in den Arm nehmen und sagen, Junge....hier bist du sicher und alles wird gut.....gemeinsam schaffen wir das. "


    Das habt ihr bereits getan, als ihr ihm ein Zuhause geschenkt habt <3


    Paula hatte auch fünf Hundefreunde und der Monsterblick war ebenso der Fall. Der Kleine hat einiges zu verarbeiten... Vorgeschichte, Wechsel gewohntes Umfeld, Trennung vom Rudel, neue Eindrücke, Reize, Gerüche, Bezugspersonen... das wird aber. Es braucht einfach ein bisschen Zeit. Nach dem Aufwachen kommt Paula mittlerweile schon mit oben wedelnder Rute zu mir gerannt und lässt sich streicheln :)

  • Jetzt müssen wir da durch und ich hoffe und wünsche so sehr das es bald etwas besser wird. Es tut weh zu sehen wie er mit seinenÄngsten kämpft....und man würde ihn so gerne in den Arm nehmen und sagen, Junge....hier bist du sicher und alles wird gut.....gemeinsam schaffen wir das.


    ....und dann siehst du die großen Augen die dich panisch angucken und nur zu rufen scheinen.....Fass mich nicht an du Monster 😳


    Also Arschbacken zusammenkneifen....und weiter gehts! Danke fürs jammern dürfen ❤️


    Mit diesem Wunsch, dass "bald alles besser wird" setzt Du Dich und Murphy ganz schön unter Druck. Versuch doch erst mal, die Situation, so wie sie ist, zu akzeptieren. Das ist nicht leicht, das können die meisten hier dir bestätigen. Aber nur dann kannst du auch die winzigsten Fortschritte sehen und dich darüber freuen. Ich hab mich mit Laila bewusst für eine ängstliche Hündin entschieden, ihr Aggressionspotential hat sie aber erst bei uns ausgepackt. Wir üben z.B. seit 2 Jahren daran, das Menschen keine Monster sind und so gaaaanz langsam kommen wir da hin, wo ich sagen würde, es wird normal. Aber Besuch hier im Haus, Handwerker oder Lieferanten sind immer noch eine Herausforderung, die gut vorbereitet sein will.

  • Hallo Sandra - schau mal da; https://www.facebook.com/Start…16786554966/?type=3&ifg=1


    oder da: https://www.startinsneueleben.eu/gedankengut/


    Vielleicht findest Du da auch noch Anregungen . Erfahrungen habt ihr ja schon smknuddel!

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • smtröst Es wird besser, dauert halt nur eine gefühlte Ewigkeit. Ich war wie viele hier genauso am Boden, habe die Entscheidung sehr in Frage gestellt. Aber das ist auch ganz normal, wenn man eigentlich vielleicht einen ängstlichen Hund nehmen wollte und dann die total verweigerndes verschrecktes Wesen einzieht, wo man das Gefühl hat dass man selber das letzte ist was dieser Hund gebrauchen kann... Mit Lucia haben wir das genauso durch und sie taut jetzt, nach 8 Monaten richtig auf. Lass Murphy einfach in Ruhe, er kommt schon irgendwann. Wir haben jetzt noch von einer Trainerin gute Tipps bekommen. Ich habe lange gewartet bis mir Lucia so weit erschien, dass sie gefordert werden kann. Und seit ich die Tipps sehr beachte läuft es besser. War nicht viel: nie frontal, immer seitlich, nicht rüberbeugen, ausweichen lassen und das fördern was sie anbietet. Das ist wenig aber sie bekommt ihr Trockenfutter abends dick in Papier verpackt oder im Schnüffelteppich. Zum Futter haben wir diverse Tipps bekommen. Das scheint wirklich wichtig zu sein. Die möchte ich jetzt aber nicht alle erklären, da gibt es so viele Meinungen. Da holst Du Dir besser selbst Rat. Mir kommt es so vor als ob es wirklich etwas bringt.

    Jedenfalls müsst Ihr wohl weiter viel Geduld haben. Hilft ja nix. Und heul Dich ruhig hier aus, ich bin so froh, dass ich hier Menschen finde, die dafür viel Verständnis haben. Wird schon :thumbdown:

  • Naja.....bald ist ja wohl ein weitgefasster Begriff....darunter verstehe ich nicht die nächsten 14 Tage oder so.

    Das kann ich aus Deinem Text leider nicht entnehmen, das sieht auch jeder anders. Trotzdem hast Du eine Erwartungshaltung - es muss besser werden. Die Haltung ist legitim, wir sind alle nur Menschen und ich wollte Dir nur aufzeigen, wo Du Dir vielleicht selber ein Problem schaffst.


    Ich habe heute morgen auch extra noch mal Dein Tagebuch rausgesucht. Da hast Du leider nichts mehr geschrieben nachdem Meinungen kamen, die mit Deiner nicht übereinstimmen. Das ist das Leben, das ist jedem hier schon so gegangen, das jemand Gedanken geäussert hat, wo man im Moment denkt, wie kann die/der nur. Ganz oft sind das aber Gedanken, die einen (mich zumindest) mal dazu veranlassen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und zu schauen, ob ich mir aus diesen Gedanken nicht doch was rausziehen kann, was auf uns passt. Ich muss es nicht 1:1 umsetzen, das geht gar nicht weil wir ein komplett anderes Mensch/Hund-Team sind, aber ich kann es vielleicht anpassen und komme so den einen Schritt weiter, der mir wieder Mut macht.

  • Das kann ich aus Deinem Text leider nicht entnehmen, das sieht auch jeder anders. Trotzdem hast Du eine Erwartungshaltung - es muss besser werden. Die Haltung ist legitim, wir sind alle nur Menschen und ich wollte Dir nur aufzeigen, wo Du Dir vielleicht selber ein Problem schaffst.


    Ich habe heute morgen auch extra noch mal Dein Tagebuch rausgesucht. Da hast Du leider nichts mehr geschrieben nachdem Meinungen kamen, die mit Deiner nicht übereinstimmen.

    Hallo claire,


    ich weiß gar nicht wieso du mich so kritisierst. Auch ich habe mein Tagebuch nochmal rausgesucht und der letzte Eintrag ist von mir....

    Es ist also nicht so das ich nichts mehr geschrieben hätte.


    Ich versuche mir aus allen Dingen die ich lese oder höre meine eigene Meinung zu bilden. Diese stimmt eventuell nicht mit jedermanns überein, das mag schon sein. Aber nur ich alleine muss dahinter stehen.


    Ich finde den Wunsch das es „bald“ besser wird absolut legitim. Heißt ja nicht das ich das mit Biegen und brechen erreichen will....es dauert so lange wie es dauert.

  • Von mir mal jede Menge positiver Energie:thumbdown: und Durchhaltepillen jawollsm


    Du kannst gerne mal einen Blick in mein Tagebuch von Holly und Neo werfen. Ich kann nur sagen, 2 Jahre Herr Dober und ich warte immer noch das es besser wird....ganz krass gesagt.


    Im Rückblick hat sich vieles verändert, relativiert oder ich habe mich damit abgefunden. Aber Neo ist wie er ist, sein Grundcharakter ist einfach ein ängstlicher, durchgeknallter, hysterischer Hibbel.


    Wir üben viel, wir achten auf ein gutes Maß an Beschäftigung und Ruhe und trotz allem kommen wir nicht zu dem Punkt an dem wir sagen. WOW....nu ist er der Hund den wir uns vorgestellt haben.


    Und ganz ehrlich, das hatte ich bei noch keinem Hund.

    Jeder Hund hatte seine Baustellen bis ans Ende. Jeder Hund hat uns gefordert bis ans Ende und jeden Hund habe ich geliebt und bin mit ihm durch den Alltag.


    Bei Neo hat sich vieles verändert, nachdem ich meine Ansprüche an ihn erst mal komplett verworfen habe. Mir angeschaut hab, was ihm Spaß macht, womit wir arbeiten können und was uns gut tut.


    Seither läuft es viel besser.....aber es gibt immer wieder Rückschläge und Zeiten in denen ich ihn auf den Mond schießen könnte, oder heulend in der Ecke sitz.

    Für mich aber ganz wichtig....er ist nicht schuld. Er ist wie er ist und wir müssen schauen was wir ändern können.


    Immer wenn du Phasen hast, in denen du meinst es geht nicht schnell genug, nimm dich zurück, schau auf den Hund seine Angst und überleg wie ihr damit umgehen könnt.


    Noch was am Rande...ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten. Unter anderem traumatische Angststörungen. Das dauert Jahre bis die Kinder da einen Stand haben, an dem sie das ganze Rational betrachten können und bei sehr vielen gibt es nie "Heilung", sondern eben die Lösung das ganze lebbar zu machen...egal wie das aussieht. "Normal" aber meist nicht.

  • Tosca ist im August zwei Jahre bei uns und kommt immer noch nicht zu uns imns Wohnzimmer. Gerade hat sie zu Hause wieder eine Phase wo sie oft stehen bleibt.


    Ich habe meinen Frust auch oft hier beschrieben und Unterstützung bekommen. Dennoch ist es oft immer noch frustrierend. Ich lerne sie so zu akzeptieren wie sie ist. Immer noch.

  • Ach Sandra! Ist doch klar das man sich ab und zu mal die Sorgen von der Seele schreiben muß! Dafür sind wir ja da!

    Ich versteh Dich total! Für mich waren alle Hunde „normal“ bevor wir Lieschen bekamen. Nun treffe ich immer mehr Angsthunde und jeder einzelne ist etwas anders und „besonders“.

    Das schaffst Du schon. Laß Dich drücken! smknuddel