Was Welpen brauchen?

  • Vielleicht können wir hier mal zusammentragen, was Welpen so alles brauchen, um sich in einem neuen Zuhause wohlzufühlen.


    Zum Beispiel: Wie lange sollten Welpen überhaupt alleine bleiben dürfen und ab wann? Und wie schafft man es überhaupt, dass sie alleine bleiben?


    Wie bekommt man Welpen stubenrein?


    Wie schafft man es, dass sie sich im Auto nicht mehr übergeben?


    Wie lange sollen sie beim Auslauf überhaupt bewegt werden?


    Muss man Welpen beim Spielen mit anderen Hunden Grenzen setzten?



    Wahrscheinlich fallen euch auch noch Fragen ein. Auf eure Antworten bin ich wie immer sehr gespannt.


    Lieben Gruß

    Uta

  • Grenzen setzen beim Spielen mit anderen Hunden. Das ist ein Thema, das mich grad beschäftigt.


    Wir haben in unserer Gassirunde einen Dackelwelpen, inzwischen ist er schon ca. 5 Monate und fast ausgewachsen, aber er benimmt sich natürlich noch wie ein Welpe. Mein Problem ist, dass der ständig auf Nala rumspringt, also er springt ihr richtig auf den Rücken. Als er ganz klein war, hab ich mir darum noch keine Gedanken gemacht, aber inzwischen ist er fast so groß wie Nala und ich weiß nicht, ob das für Nala so gesund ist. Ich versuche schon ständig, ihn davon abzuhalten, gelingt natürlich nicht, weil er viel ohne Leine läuft.

    Das sind Leute, mit denen ich mich schon sehr lange treffe und eigentlich möchte ich das auch nicht aufgeben.


    Ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Oder mach ich mir mal wieder zu viele Gedanken?

  • Waltraut! Trau dich! biggrinNatürlich kannst Du Deinen Bekannten Bescheid geben das Du eingreifst und das Du dies mit Respekt tust!

    Verwarnt Nala denn? Ist es ihr zu viel? Ist der junge Dackelmann so ungestühm das es Dir zu viel ist - und die Besitzer greifen nicht ein ? Dann hast Du das Recht als, ich sags mal komisch, „Hundemutter“ den Kleinen fern zu halten, bis er runtergekommen ist. Normalerweise bekommen sie von den älteren schon erfahrenen Hunden eine grenzensetzte Watsche.

    Ich werde jetzt wahrscheinlich einige böse Reaktionen bekommen, aber ich machs wie Cesar - Klauenhand in die Seite (Schulter oder Flanke) mit einem Tschscht! Einmal richtig gemacht reicht das normalerweise. Das geht auch nur wenn Du Nala bei Dir hast und Du mit den Arm eine unsichtbare Grenze setzten kannst! Es ist NICHT ein Hieb oder ein schieben,...nur eine kurze Berührung.

    Bei uns ist es Frieda die alle Hunde tyrannisiert,...nur meine nicht,...biggrinFrieda ist,wenn sie uns kommen sieht, sehr vorsichtig mit Lilo und dabei schaut sie mich immer wieder an! „Ist das ok Tante Baba?“ Heute bekommt sie ganz viel Lob von mir.

    Es müssen ganz einfach Grenzen gesetzt werden. Für Welpen bestimmt auch Wetterbedingt, vor allem wenn es zu heiß ist. Dann natürlich auch muß man das mit den Wachstumsschüben berücksichtigen. Die Größe sollte auch berücksichtigt werden. Ich würde nicht wirklich einen Bernhardiner mit einem Chihuahua Welpen unbeaufsichtigt in einer Hundezone spielen lassen. Kopfkino!

    Ich glaub ich hab das Zauberwort gefunden!

    Welpen gehören BEAUFSICHTIGT- es ist wie bei einem Kind das gerade anfängt zu laufen - eine Vollzeitbeschäftigung!

  • Die Frage stelle ich mir auch: Wenn die älteren Hunde die Jungen nicht zurecht weisen-aus welchen Gründen auch immer-sollte der Mensch dann eingreifen? Denn deine Nala mag das noch hinnehmen, aber irgendwann wird der kleine so oder so von einem Hund einen auf die Nase kriegen dafür, dass er sich so benimmtbiggrin

  • Ich hatte ja jetzt ein paar Mal einen Dackelmixwelpen hier. Der hat meine Beiden immer gezwickt, bei spitzen Welpenzähnchen kein Vergnügen. Natürlich bin ich dazwischen gegangen und hab ihn gemaßregelt. Meine Hunde haben gelernt, mir zu vertrauen. Mit Felix habe ich sehr lange daran arbeiten müssen, dass er eben nicht alles selbst regelt. Also muss ich ihn auch vor einem Welpen beschützen.


    Bei Miro reicht übrigens nie nur eine Ansage. Als Dackel ist er sehr hartnäckig und ausdauernd. Nicht mal Bonni konnte ihn beeindrucken. Und die kann das normalerweise sehr gut.

  • Ja, das ist sind die richtige Worte für Dackel. Hartnäckig und ausdauernd!

    So ein Exemplar hab ich ja auch hier, wobei Welpe Sendy penetranter sein kann.


    Babsi, der angedeutete "Schnapper" mit der Hand a la Milan oder Nowack würde nur bei erwachsenen Hunden als Zäsur verstanden werden, bei nicht ausgewachsenen ist wie mit Teenagern reden - hier rein, da raus smlala


    Waltraud, machmal hilft es bei Leuten, die ihre Hunde nicht erziehen können oder wollen, zu fragen: Soll ich es machen oder macht ihr es?

    Denn das Früchtchen braucht ja, wie Lina schon angedeutet hat, nur mal an den falschen Gegenüber zu geraten, also an einen, der ihn mal kurz schüttelt, was beim Dackel fatale Folgen haben kann, weil die Wirbelsäule zu schnell beschädigt wird. Das ist dem 7 Monate jungen Dackel einer Freundin letztes Jahr passiert, als ihn sich ein riesiger Labbie vorgeknöpft hat. Das Fell praktisch vom Fleisch abgehoben, so dass es knisterte, wenn man ihn streichelte. Ziemlich gruselig. Der Kleine hatte so unverschämtes Glück und war nicht mal Schuld an dem Angriff. Hier war der Labbie nicht unter Kontrolle.

    Man kann es deinen Bekannten vielleicht behutsam beibringen, dass der Dackel Erziehung braucht und zwar JETZT, da sie weder einen Pflegefall noch einen toten Dackel wollen.


    Lieben Gruß

    Uta

  • Nala wehrt sich schon mit knurren und abschnappen, bei anderen Hunden wirkt das normalerweise, bei dem Kleinen allerdings nicht. Dackel eben .


    Das ist nicht so ein Aufspringen, das triebgesteuert ist. Der springt mit allen vier Pfoten hoch und landet auf Nalas Rücken. Ich hab ein bisschen Bedenken, dass das ihrer Wirbelsäule nicht gut tut.


    Wir waren bei der Hitze einige Zeit nicht zusammen unterwegs, inzwischen ist der Kerl ganz schön gewachsen und sicher auch entsprechend schwer. Heute nehm ich erstmal wieder eine Auszeit.

  • Dieses „ die regeln sich das untereinander“ geht NUR wenn Du ausgewogene und stabile Hunde um dich hast,....im normalen Alltag findet man selten solche Hundebesitzer und Hunde. Zumindestens finde ich hier durchwegs Problemhunde mit Besitzern die nicht wissen was sie tun sollen! (Trotz Hundeschule unbelehrbar - Zwei davon sind sogar vom Platz verwiesen worden smtraurig)

    Aber zurück zum Thema! Welpen! ,.....das mein ich ja, gerade bei Welpen muß man dran bleiben, bestimmt bei Dackel und Terrier mehr so (die sind einfach zu selbtbewußt hihi)

    Das ist viel zu vielen „neuen“ Hundebesitzern nicht ganz klar!

    Hundebabies fressen, spielen, machen Pipi und schlafen,.....und jedes mal wenn sie mit dem einen oder anderen fertig sind sollten sie raus auf die Wiese. Somit sollte man sich schon vorher Gedanken machen das man sich das Zeitmäßig einteilen muß - auch mitten in der Nacht! (Wenn es nicht anders geht nimmt man sich Urlaub) Gerade die ersten 2 bis 3 Wochen sind so wichtig. Da stellt man die Hausregeln auf, bildet eine Routine und fängt am ersten Tag an mit der „Erziehung“ .

    Vielleicht bin ich Altmodisch, aber bei mir gelten Regeln und Grenzen die später zu mehr Freiheiten führen!

    Es ist zwar unheimlich schwer, aber wenn das alle machen würden hätten wir nicht Leute die sich einen Hund „einbilden“ und sich dann wundern wenn der Kleine alles zerbeißt, oder am zweiten Tag noch nicht Stubenrein ist etc etc.

  • Den Satz "Erziehung fängt beim Einzug am ersten Tag an" unterschreibe ich unbedingt. Es gibt soviele Welpenbesitzer, die glauben, sie könnten den Hund erst mal erwachsen werden lassen, bevor sie ihn erziehen wollen. Und dann wundern sie sich, dass der Welpe/Junghund ihnen auf der Nase rumtanzt.

    Und dann gibt es ja auch noch die "Marotten", die beim Hundekind einfach süss sind, beim ausgewachsenen Hund aber lange nicht mehr. Ich denke da z.B. an das Anspringen von Menschen oder auch das zubeissen bei Rangelspielchen. Bei spitzen Welpenzähnchen ist das beissen vielleicht nur unangenehm, beim ausgewachsenen Hund kann das zu erheblichen Verletzungen führen. Beim Welpen ist es vielleicht auch noch süss, wenn er mich anspringt, beim 40 kg Hund könnte ich auf dem Allerwertesten landen und mich evtl. noch verletzen.

  • Wichtig finde ich auch, dass Welpen mit gut sozialisierten Hunden zusammen kommen (also kein wahlloser Kontakt mit jedem Hund), damit er überwiegend positive Erfahrung macht und so selbst gutes Sozialverhalten lernen kann. Auch würde ich nicht wollen, dass mein Welpe von jedem angefasst wird, nur weil er so süß ist.

  • Heute hatten wir eine sehr nette Hundebegegnung mit einer Jacky-Hündin und einem Welpen, Labrador-Mix. Die Beiden gehörten zusammen. Die Frau wollte die Große erst nicht zu Nala lassen, weil sie dachte, die ist zu wild. Aber das war so entspannt, richtig schön. Nala spielt ja noch nicht wirklich mit anderen Hunden, aber die Drei lagen auf der Wiese, haben sich gewälzt, Nala auch mit, und haben sich anscheinend richtig gut unterhalten. garden5.giflach.gif

    So kanns auch gehen, wenn ein Welpe Grenzen kennen lernt.

  • Wichtig finde ich auch, dass Welpen mit gut sozialisierten Hunden zusammen kommen (also kein wahlloser Kontakt mit jedem Hund), damit er überwiegend positive Erfahrung macht und so selbst gutes Sozialverhalten lernen kann.

    Dazu gehört dann auch eine vernüftige Hundeschule wo nicht in der "Welpenspielstunde" alle Hunde unkontrolliert aufeinander losgelassen werden ....

  • Und auch nicht bei den Großen! Finde ich zumindest.

    Vor Kurzem hatte ich ein Gespräch, da ging es um drei bis vier Hunde sechs Stunden auf einem eingezäunten Grundstück alleine lassen, während die Halter arbeiten.

    Hundeschule wurde abgelehnt, man setze sich nur zu ihnen und schaue zu und es gäbe überhaupt keine Rangeleien, jeder würde seinen Platz in der Rangordnung kennen.

    Mir ging durch den Kopf, dass es nur auf den Hund ankommt ...

  • Bei dem Wort Rangordnung krieg ich ja schon Plaques!smsauer



    Gerade Welpen brauchen Führung und gezeigt bekommen wie weit sie gehen dürfen.


    Meine Hunde werden von mir immer geschützt ,vor Tutnixen und auch vor aufdringlichen Welpen.

    Ich finde das ist mein Job als Hundehalter,keiner sonst erzieht meinen Hund.

    Aber mein Hund ist auch definitiv nicht für die Erziehung andere Hunde zuständig ,wie manche Halter das gerne hätten.

  • Manuela! :thumbdown::thumbdown::thumbdown::thumbdown::thumbdown::thumbdown: Genauso gehört es!


    Es gibt durchaus Rudel die miteinander klar kommen,...aber ich denke das vielleicht, oder hoffentlich die Halter dafür gesorgt haben. Ich kann mir nicht vorstellen das man das die Hunde regeln läßt während man in der Arbeit ist.

  • Natürlich gibt es Hunderudel, die prima miteinander auskommen, da können richtig gute Freundschaften entstehen und wenn ich Nala sehe, wie sie manchmal sehnsüchtig anderen Hunden nachsieht, weil sie natürlich auch nicht zu allen fremden Hunden hinkann, mir täte es in der Seele weh, ihr den Kontakt zu anderen Hunden nicht zu ermöglichen.


    Wenn dann mal so ein kleiner Frechdachs dazu kommt, wie jetzt das Dackeltier, muss man selbstverständlich eingreifen. Ich habe mit der Besitzerin gesprochen und gemeinsam werden wir den Kleinen gestoppt kriegen. In den letzten beiden Tagen ging es schon ganz gut. Er begreift ja schnell, was man von ihm will, wir müssen jetzt nur dranbleiben.

  • Ich meinte es aber nicht als Spielbegegnung, Waltraud, sondern als Anschaffung eines Hundes/Welpen in ein bereits bestehendes Rudel von 10, 8 und 5 Jahren.

    Habe hier einen sichtlich dominant veranlagten Welpen, die sich schon mit dem Dackelmix wegen Futter anlegt, so dass ich schlichten muss - und ihr könnt euch vorstellen, dass das Dackel-Gen auch keinen Millimeter nachgeben will.

    Die Halter wissen doch gar nicht, was sie sich da evtl. aufs Grundstück holen.


    Weiß nicht, ob ich richtig liege, aber wenn die Hunde überwiegend draußen leben, muss es doch eine Art eigenständigeres Leben sein als wenn sie im Haus mit dem Menschen leben?

    Wir kennen ja Hunde, die aufgrund ihrer Fellbeschaffenheit gerne draußen leben würden und es auch könnten, wie Huskys z.B. und denen es drin immer zu warm ist, doch es gibt ja viele Rassen und vor allem die südländischen Hunde ohne Unterwolle. Wie soll das denn im Winter gehen?!

    Und bei Welpen könnte das doch die Bindung zum Menschen beeinträchtigen, wenn er sich mehr an sein Draußenrudel bindet, der Mensch hat praktisch die Funktion des Futtergebers ... oder irre ich mich da? Was denkt ihr?


    Was haltet ihr denn von der Draußenhaltung von Hunden, egal, ob jetzt alleine oder zu mehreren?

    Oder gibt es jemanden hier, der seine Hunde mit gutem Grund draußen hält?


    Lieben Gruß

    Uta

  • drei bis vier Hunde sechs Stunden auf einem eingezäunten Grundstück alleine lassen, während die Halter arbeiten.

    Hundeschule wurde abgelehnt, man setze sich nur zu ihnen und schaue zu und es gäbe überhaupt keine Rangeleien, jeder würde seinen Platz in der Rangordnung kennen.

    Ich habe ja noch nie mehr als einen Hund gehabt, aber ich denke mir, dass man bei einem solchen Haltungsstil ja auch ganz schön außen vor bleibt und als Mensch auch nicht mehr viel zu melden hat. Kann gut gehen, muss aber nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich so eine "Horde" dann überhaupt gern im Haus haben wollte...

    Und selbst, wenn die sich untereinander gut arrangieren, gibt es doch dann auch Wechselwirkungen unter den Hunden. Ob nun Hundeschule an sich diesbezüglich so dringend nötig ist, sei mal dahingestellt, aber ich finde, dass der Halter da durchaus eine aktive soziale Rolle spielen muss.


    Was die Draußenhaltung angeht: sowohl Ronnie als auch Hugo hätten es gehasst bzw. würden es hassen, Ronnie primär, weil er sich ausgeliefert gefühlt hätte, zusätzlich dazu, dass es ihm bei schlechtem Wetter zu nass und zu kalt gewesen wäre, Hugo wegen des Wetters und der Einsamkeit. Aber es gibt ja Hunde, die sich bei Wind und Wetter draußen wohl fühlen, auch welche, die sich in der Rolle wohlfühlen, ihr Haus und Hof zu bewachen und als erster dazustehen, wenn sich von außen jemand nähert.