Dogwalker

  • ich fahre wahrscheinlich übernächste Woche zu Michaela

    Mit Tosca? Für wie lange? Gibt es bei Dir im Eck keinen Trainer/Trainerin der zu Dir nach Hause kommt. Wenn ich mit Lucie nach 1,5 Jahren irgendwohin gefahren wäre (das Autofahren wäre nicht das Problem gewesen) und sie in einer neuen Umgebung einem Trainer vorgstellt hätte, wäre das komplett in die Hose gegangen smtraurig!



    Tosca im Garten ist megaschwierig. Auch mit Leine. Die entspannt kein Stück, und wenn sie dann rein darf, stolpert sie fast über ihre Pfoten so schnell will sie wieder rein. Aber ich werde es wieder versuchen.

    Ja, ich dachte die ersten Male Hof, was mache ich hier, also von 5 Minuten auf 1 Minute reduziert und dann wieder langsam gesteigert, dafür fast täglich. Dass ich tatsächlich den Kaffee aufs Bänkchen mitnehmen konnte und dieser sogar hätte kalt werden können hat Monate gedauert .... Fortschritte waren anfangs überhaupt nicht zu bemerken, sie kamen sehr schleichend und mit vielen Rückschlägen und es gab immer wieder Tage, da ist Lucie nicht mal zur Haustüre raus freiwillig smtraurig!



    Oder soll ich sie doch immer mal nötigen.

    Ich persönlich würde das nicht nötigen nennen sondern FÖRDERN und FORDERN. Oder eben auch mal zu sagen, heute geht nichts, weder bei Hund noch bei mir - dann ist es so Punkt.

    Und klar, dieses Pfoten festschrauben und keinen Schritt mehr weiter wollen kennen wohl viele hier von ihren Angstnasen - und klar, da spielt dann auch irgendwann erlerntes Verhalten eine Rolle und nicht mehr unbedingt tatsächliche Angst eine Rolle, aber wie dann da raus. Unsere Trainerin empfahl uns, in so Momenten einfach mal hinter Lucie zu gehen und sie freundlich aber bestimmt zum weitergehen aufzufordern. Funktioniert manchmal nicht immer und plötzlich kann wieder am nächsten Grashalm entspannt geschnüffelt werden smweißnichtsmweißnicht - was auch immer dazwischen im Hundehirn vor sich gegangen ist. Oder, eine andere Strategie: Hund hochnehmen kommentarlos und ein paar Meter weiter wieder absetzen - dann, wenn überhaupt nicht ersichtlich ist, warum die Pfoten gerade fest geschraubt sind, natürlich nicht dann wenn da der Axtmörder steht smpfeifen!

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • Hallo Sibylle,

    Zitat

    Mit Tosca? Für wie lange?


    Mit Tosca und James für eine Woche.



    Zitat

    Gibt es bei Dir im Eck keinen Trainer/Trainerin der zu Dir nach Hause kommt.


    Der Trainer meines Vertrauens liegt 100 km entfernt.



    Zitat

    Wenn ich mit Lucie nach 1,5 Jahren irgendwohin gefahren wäre (das Autofahren wäre nicht das Problem gewesen) und sie in einer neuen Umgebung einem Trainer vorgstellt hätte, wäre das komplett in die Hose gegangen smtraurig!



    Naja Du musst es mal so sehen:


    1. War Tosca schon fünf Mal mit uns in Urlaub. Die schafft das.

    2. Ist mein Leidensdruck ordentlich, denn ich fahre alleine eigentlich nicht mehr so lange Strecken.


    3. Hat Michaela ein tolles Programm vorgeschlagen.

    Tosca kommt ein oder zwei Tage zu ihr nach Hause und bleibt dort. Dann kann sie sich wirklich mal ein Bild von ihr machen, wenn James und ich nicht mit dabei sind. Das finde ich einfach nur klasse. Das ist was ich mir auch insgeheim wünsche, mal einen neutralen Blick auf sie, denn vielleicht stecken Tosca und ich in einer unguten Schleife fest und eine neutrale Sichtweise auf Tosca könnte da hilfreich sein.



    Zitat

    Ja, ich dachte die ersten Male Hof, was mache ich hier, also von 5 Minuten auf 1 Minute reduziert und dann wieder langsam gesteigert, dafür fast täglich. Dass ich tatsächlich den Kaffee aufs Bänkchen mitnehmen konnte und dieser sogar hätte kalt werden können hat Monate gedauert .... Fortschritte waren anfangs überhaupt nicht zu bemerken, sie kamen sehr schleichend und mit vielen Rückschlägen und es gab immer wieder Tage, da ist Lucie nicht mal zur Haustüre raus freiwillig smtraurig!



    Ich werde es noch mal deutlich kleinschrittiger versuchen. Später.



    Zitat

    Ich persönlich würde das nicht nötigen nennen sondern FÖRDERN und FORDERN.

    Ja, kann man so formulieren. Ich empfinde es ja auch so.



    Zitat

    Oder eben auch mal zu sagen, heute geht nichts, weder bei Hund noch bei mir - dann ist es so Punkt.


    Ja, ist schwer für mich, nicht für Tosca.



    Zitat

    Und klar, dieses Pfoten festschrauben und keinen Schritt mehr weiter wollen kennen wohl viele hier von ihren Angstnasen - und klar, da spielt dann auch irgendwann erlerntes Verhalten eine Rolle und nicht mehr unbedingt tatsächliche Angst eine Rolle, aber wie dann da raus. Unsere Trainerin empfahl uns, in so Momenten einfach mal hinter Lucie zu gehen und sie freundlich aber bestimmt zum weitergehen aufzufordern.


    Hinter Tosca zu treten habe ich auch ausprobiert. Manchmal funktioniert es, aber es gibt nur den Impuls für ein kurzes Stück, und ich fühle mich auch nicht wohl dabei, also wenn ich das mache, bin ich eigentlich schon genervt.


    Lieber zupfe ich am Geschirr und sage "HoppHopp" oder aber laufe einen Kreis um sie zu überlisten. Wenn sie aber wirklich nicht will, dann will sie nicht.



    Zitat

    Strategie: Hund hochnehmen kommentarlos und ein paar Meter weiter wieder absetzen - dann, wenn überhaupt nicht ersichtlich ist, warum die Pfoten gerade fest geschraubt sind, natürlich nicht dann wenn da der Axtmörder steht smpfeifen!


    Bei strampelnden 21 kg kein leichtes Unterfangen. Für Tosca (und mich) absolut keine Option.


    Ich danke Dir für Deine Gedanken.


    Liebe Grüße

    Ina

  • Hatte noch ein paar Gedanken smpfeifen!


    Heute fiel mir auf, dass ich in der Zwischenzeit oft den Moment spüre, kurz bevor Lucie die Pfoten festschrauben will, dann bleibe ich stehen, Entspannungssignal und einige Sekunden gemeinsam schauen a la Mirjam Cordt und dann können wir oft entspannt weiter gehen , Das hat sich so entwickelt, ist vielleicht so seit 1/2 Jahr.


    Zweithund: Wir haben uns ja bereits kurz nach dem Lucie ankam Gedanken über einen Zweithund gemacht. Unsere Trainerin meinte damals, wartet. Sie wird sich sonst noch schwerer tun eine Beziehung zu Euch aufzubauen, denn sie wir sich automatisch am Artgenossen zuerst orientieren. Das , könnte ich mir vorstellen könnte bei Tosca halt auch der Fall sein - auch wenn es vielleicht nicht so offensichtlich ist.


    Michaela/Berlin: Viel Erfolg und Erkenntnisse , wobei das


    Tosca kommt ein oder zwei Tage zu ihr nach Hause und bleibt dort.

    ist mir sehr fremd und ich verstehe auch den Sinn nicht?

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
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    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • Ich sehe einen deutlichen Unterschied, wenn mein Gasthund Felix Zuhause bei Frauchen ist oder wenn ich ihn allein unter meiner Obhut habe. Bei/mit Frauchen ist er ein Nervenbündel, bei mir ein gechillter liebenswürdiger Opi. Ein Ortswechsel und Änderung der Bezugsperson kann schon einen ganz anderen Hund ans Tageslicht bringen. Kann- muss nicht. Aber mit den neuen Erkenntnissen lässt sich vielleicht etwas anfangen.

  • Hallo Jeannine,


    hast Du diesen eklatanten Unterschied bei Felix schon beim ersten Mal "Urlaub" bei Dir gehabt?


    Auf das erste Mal zielte mein "fremdes" Gefühl. Michaela hat sich sicher ein gutes Programm für Ina und Anhang ausgedacht, das will ich ja gar nicht anzweifeln und so ein zweiter oder einfach anderer Blick auf Hund und Mensch ist ja nie falsch biggrin!


    Was mir wirklich fremd ist und ich vermutlich nur im Notfall gemacht hätte, damals als Lucie so die ersten Bindungszeichen von sich aus uns gegenüber zeigte (und diese Situation habe ich zumindest aus Inas TB heraus gelesen) ist, sie alleine wo anders gelassen (ganz egal wo), auch wenn es nur kurz gewesen wäre. Vielleicht ist das ja zu menschlich gedacht, aber ich selbst hätte dabei kein gutes Gefühl gehabt.

    Was mich halt auch ein bisschen befremdet, wir schreiben und sagen hier oft/immer lasst den Hunden Zeit anzukommen, lasst sie erst mal alles nur betrachten. So früh können noch gar keine Aussagen getroffen werden, wie sie wirklich drauf sind smweißnicht!


    Bin aber sehr gespannt auf euren Bericht jawollsm!

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht


    Jedes von mir geschriebene Wort ist meine Meinung. Kein Anspruch auf "Wahrheit", kein Überzeugungswille ist darin zu sehen. Bei Unklarheiten bitte Nachfragen, DANKE!

  • Also Felix war von Anfang an bei mir ganz anders als Zuhause. Ich hatte das erste Mal meine Freundin mitgenommen, weil wir eine unglaubliche Beschreibung bekommen hatten. Er sei total wild, überhaupt nicht zu bändigen. Ich hatte Angst, ihn allein bei der Autofahrt nicht händeln zu können. Bei mir hat er sich ganz anders gezeigt.

  • Ich möchte erst einmal abwarten. Michaela und ich und die Hunde lernen sich vorher kennen. Und dann erst wird die endgültige Entscheidung getroffen. Ich denke wir sind da ganz flexibel. Ich habe ein gutes Gefühl Tosca mal abzugeben. Wenn es gar nicht funktioniert bin ich ja in der Nähe.


    Es geht ja um Tosca, nicht das sie etwas lernt, sondern zu schauen wie sie ist, was sie braucht und was möglich ist und darum, ob ich es geben bzw. annehmen kann.


    Ich höre auf mein Bauchgefühl, und das sagt ganz eindeutig ja.