Wintermantel für Leo nötig?

  • Das darf nicht wahr sein. Ein Schäferhund mit Mantel.


    Das ist ansich ja nichts Verwerfliches. ;)


    Wollt ihr euch und eure Tiere zu Gespött aller machen?


    DAS interessiert mich gar nicht, was andere über mich oder über meinen Hund denken.


    Leo wurde von Welpe an an einer Kette gehalten, die sehr kurz war. Er hat kaum Bemuskelung, hat absolut keine Unterwolle und ein sehr, sehr dünnes Haarkleid. Und er bewegt sich wenig aktiv, trotz langer Spaziergänge. Er ist heiße Temperaturen bis vor kurzem gewöhnt gewesen und er zittert, wenn es geregnet hat, er durchnässt ist und wir lange Spazierengehen oder unterwegs sind. DAS zeigt mir einfach, dass ein Mantel vielleicht bei Temperaturen um die 0 Grad oder bei strömendem Regen gar nicht so schlecht ist...


    ABER, du kannst und darfst das anders machen, das ist deine Sache! :)

  • Hallo,
    also unsere Kiwi sieht körperlich ja ähnlich aus wie eure Maus, halt auch sehr viel Schäferhund drin, nur kleiner. Und sie zittert sofort, wenn es kälter wird als so 3 Grad, kommt darauf an, ob es auch noch windig ist. Und da brauch sie definitiv auch einen Mantel.
    Sieht zwar auch etwas komisch aus, aber das ist mir völlig wurscht. Habe halt einen Mantel genommen, der braun ist, damit es nicht zu auffällig ist, aber brauchen tut sie ihn auf jeden Fall.


    gruss heike

  • Hallo ihr,


    das ist sicher ein Thema das polarisiert. Meine Tierschutzkolleginnen sind da auch geteilter Meinung. Bei alten Galgos sehe ich oft Mäntel, an abgemagerte Pointern, auch an kranken Hunden. Aber Pflegestellen kriegen hier wieder mal keine Leitlinien und müssen das für sich selber rausfinden und in den meisten Fällen den Mantel auch selber kaufen.


    Vielleicht erinnert sich noch jemand dran, dass ich letztes Jahr überlegte, ob ich Juri einen Pullover stricke, weil er ja recht "nackt" war (siehe Foto). Aber er zitterte nicht und unsere Spaziergänge waren auch vergleichsweise kurz und er war ständig in Bewegung, denn wir haben nen recht flotten Schritt drauf.
    Und so sind wir also ohne Mantel durch den Winter gekommen. Wenn Juri allerdings anfangen würde zu zittern, sähe die Sache anders aus. Ein vor Kälte zitternder Hund gibt Signale ab, die man natürlich nicht ignorieren kann, finde ich.


    Meine beiden Mädels haben ein Mordsfell, da würde ich keine von beiden anziehen. Und so sträubt sich mir bei gesunden Hunden irgendwas gegen Mäntel. Wir haben hier in Berlin nämlich viele "angezogene" Hunde, auch mit Langfell, wenn die Temperaturen noch recht angenehm sind und ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass das modisches Attribut ist. Natürlich weiß ich inzwischen, dass man das als Außenstehender nicht jedem Hund ansieht, ob er wirklich einen Mantel braucht oder nicht. Vorurteile sind ja auch da, sie zu überwinden <X , nicht wahr, und das wiederum führt zu mehr Toleranz


    Da Juri jetzt sein Thundershirt trägt, werden die meisten in unserem Viertel auch denken, der Hund trägt Mantel, woher sollen die auch ein Thundershirt kennen ... Ich mache mir da auch nichts draus, was die denken. Hat mir ja auch nichts ausgemacht, unsere Dobbie mit Elastikbinden wie eine Mumie zu verpacken.


    Ich denke, wenn jemand das Gefühl hat, der Hund müsste was gegen die Kälte tragen, ist das Gefühl vielleicht nicht so verkehrt. Finde es aber auch nicht schlimm, wenn jemand mal bissi krass nachfragt, so denkt man eben etwas mehr über das Thema nach, informiert sich über mögliche Folgen von Kälte auf unsere Haustiere, wobei nun die Frage im Raum stünde, ob man mit jedem Hund im Winter und bei Eiseskälte Stunden draußen sein muss, grad wenn er die Kälte nicht gewöhnt ist, denn ein Mantel schützt ja nicht von unten, wo die Kälte angreift und auch nicht an den Gelenken. Ach, ich denke schon wieder zu viel ...


    Lieben Gruß
    Uta und Juri

  • Zittern ist aber nicht das einzige Indiz, ich kann es nur immer wiederholen. Ronnie hat damals vom Verhalten keinerlei Hinweis gegeben, dass er friert und hatte dann doch eine Blasenentzündung (mit unkontrolliertem Pinkeln in der Wohnung), das war schon immer sein Schwachpunkt, auch als er jung war.


    Bei ihm mit seinem kurzen Fell und ganz ohne Fett war das ja auch schon immer leicht nachvollziehbar, dass er möglicherweise etwas braucht, aber ich würde mir auch sonst heute nicht mehr anmaßen zu beurteilen, wer einen Mantel braucht und wer nicht. Wenn ich nur daran denke, wie unterschiedlich auch das Wärme/Kälteempfinden bei Menschen ist...

  • Man sollte auch einfach mal ein bisschen überdenken, wie ein Hund heutzutage lebt, nämlich mit im Haus. Dort wird geheizt. Wir haben zum Beispiel eine Fußbodenheizung. Jetzt, wo sie tatsächlich ständig an ist, fängt Nala an zu haaren.

  • Ich werde immer komisch angeguckt und auch drauf angesprochen, denn Bonni trägt ab Mitte November Schal. Im ersten Winter hatte sie richtig fiesen Husten und als es im zweiten Winter wieder losging, haben wir gleich reagiert und seit dem trägt Bonni im Winter Schal. Es ist mir egal, was andere davon halten. Und wenn es kalt und regnerisch ist, bekommt sie einen Mantel. Auch wenn ihr Fell dicht aussieht, sie friert. Sie schleicht dann wie ein geprügelter Hund hinter uns her, mit Mantel dagegen ist sie viel lockerer und aufgeschlossener. Ich hab früher genauso gedacht, so ein Quatsch, der Hund hat doch Fell. Aber unser Zusammenleben mit den Hunden hat sich verändert.

  • Ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Dalmis haben ja auch keine Unterwolle und ich versorgte Cora bei einer richtigen Kälte mit einem selbstgenähten Mantel aber Cora fand ihn schrecklich. Sie mochte das Dings um sich herum gar nicht war draußen aber auch immer in Bewegung. Erst als sie alt war habe ich auf Anraten des TA einen Mantel gekauft, der allerdings drin mit Stoff gefüttert war, nicht kuschelig. Den ertrug sie dann. Sie mochte es auch nie auf kuschligen Decken zu liegen.
    Tom bekam ziemlich bald bei uns einen Mantel, da er Rückenprobleme hatte, immer recht dünn war und bei Kälte zitterte. Seinen warmen schönen Mantel trug er sehr gern und war damit immer entspannt.
    Bei Lucia überlege ich noch. Mal sehen wie es heut ist, die Temperatur ist ja zurückgegangen und es liegt Schnee!!!


    Ich bin der Meinung dass die Hunde heute in warmen Wohnungen leben (jedenfalls unsere) und es daher schon eine Riesentemperaturumstellung ist wenn sie rausgehen. Lilo als Spitz hat ein unglaublich dickes Fell, sie genießt es regelrecht draußen. Drin bei Fußbodenheizung ist sie wiederum oft ziemlich genervt und hechelt. Da liegt sie am liebsten dicht vor der Terassentür. Aber die Kurzfellchen haben draußen schon Probleme denke ich mal, vor allem wenn sie an der Leine laufen müssen und nicht rennen können.

  • Ich hab zwar keine Windhunde, aber ich finde die Bilder extrem spannend. Muss ich glatt mal schauen, wo ich sowas von unseren mal machen lassen kann. Wobei die Bilder bei Laila im letzten Jahr wahrscheinlich anders ausgesehen hätten.

  • Ich hab zwar keine Windhunde


    Das Interessante ist da ja, dass er nicht nur Windhunde zeigt, sondern auch andere Hunde und dass der Wärmeverlust so auf den ersten Blick gar nicht sicher einschätzbar ist. Da hast du zwei Whippets, scheinbar gleich, wo der Wärmeverlust sehr unterschiedlich ausfällt, und dann hast du aber teilweise auch vermeintlich gut befellte andere Hunde, die auch überraschend viel Wärme verlieren. Und natürlich auch Gegenbeispiele (keine Windhunde), wo außer im Gesicht gar keine Wärme abgeht.
    Gerade das finde ich da ja so spannend: bei kurzhaarigen Windhunden erwartet man ja fast nichts anderes, aber dass es auch gut befellte Hunde gibt, die trotzdem so viel Wärme verlieren, hätte ich so dann doch fast nicht erwartet.
    Und deshalb appelliert der Autor ja auch an die Halter, ihre Hunde unvoreingenommen zu beobachten, ob ihnen wohl kalt ist.

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    und auch das nicht frieren müssen mit zu den Grundbedürfnissen zählt :thumbdown: