Alleine bleiben aufbauen

  • Hallo ihr Lieben.


    Wir wollen jetzt endlich das Alleine bleiben mit Milow trainieren. Wir haben es leider verpasst früher damit anzufangen, weil ich eigentlich immer zu Hause bin. Da es ja aber immer mal sein kann, das ich mal zum Arzt muss oder dringend was Einkaufen muss, wäre es halt doch gut, wenn Milow das Alleine bleiben lernt.


    Allerdings weiß ich nicht so recht, wie bzw. wo ich da anfangen soll. Milow läuft einem ja schon in der Wohnung sofort nach, wenn man das Zimmer verlässt. Wenn man die Tür beim Verlassen des Zimmers hinter sich zu macht, legt er sich dann genau vor die Tür und wartet ganz aufmerksam, bis man wieder kommt. Sollte es etwas länger dauern, beginnt er dann auch an der Tür zu kratzen oder auch zu jammern.
    Wäre es in dem Fall vielleicht sinnvoll, nochmal ganz von vorne Anzufangen und erstmal wieder beim Deckentraining zu beginnen?
    Oder wäre es vielleicht besser, erstmal nur das kurze verlassen des Zimmers (inklusive Tür zu machen) für einige Sekunden zu üben und die Tür aber offen lassen, wenn man weiß, dass man länger in einem anderen Raum verbringt?


    Ich bin mir da echt unschlüssig und vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben.

  • Du kannst aber nicht den Hund vorm verlassen der Wohnung auf die Decke schicken, du kannst es ja nicht auflösen und so müsste der Hund uU. stundenlang auf der Decke ausharren. Deckentraining ist eine Sache, alleine bleiben die andere.
    Hier gibt es immer den gleichen Spruch wenn wir weggehen und was grosses zum kauen (grosser harter Keks o.ä.). Dann wissen die beiden, ok, dauert länger. Ich lass auch immer Radio oder TV an, das dudelt hier eh den ganzen Tag. Sollte ich das ausmachen, wenn wir uns fertig machen, wissen die beiden ganz genau, dass sie mitgehen. Die Hunde einer Freundin wissen ganz genau, wenn Frauchen die Schuhe anzieht, geht sie arbeiten, also können wir uns beruhigt noch mal schlafen legen. Ich würde irgendwie so Rituale einführen und das Deckentraining unabhängig davon machen.

  • Bei uns ist halt das Problem, dass wir uns nicht von Milow entfernen können, ohne dass er hinterher kommt oder eben jammert und winselt wenn er nicht hinterher kommen kann.
    Daher ist meine Überlegung, dass Milow durch das Deckentraining erstmal überhaupt lernt, dass es nicht schlimm ist, wenn einer von uns kurz weg geht.
    Vielleicht kann man das ganze ja aber auch so aufbauen, dass er einfach nur wieder in den Raum zurück geht, aus dem er kam? Das ist meist das Wohnzimmer und da soll er ja auch sein, wenn er alleine bleiben soll.
    Bei uns ist es auch so: Wenn nur einer sich anzieht und aus der Wohnung gehen will, zieht Milow alle Register um das zu verhindern. Er fängt an zu jammern, macht Spielaufforderungen oder stellt sich vor dir Tür und will einen nicht vorbei lassen.
    Ich bin halt wirklich etwas überfragt, wie genau ich das Alleine-bleiben-Training angehen soll bzw. wo ich da anfange.

  • Das Deckentraining ist dafür da, das Milow lernt, das es nicht notwendig ist, Euch ständig zu folgen. Das ist der erste Schritt fürs Alleine bleiben.


    Die Theorie des Allein-Bleib-Trainings kann ich Dir selbst im Schlaf runterrattern, an der Praxis haperts bei uns ganz gewaltig :-)


    Rituale sind unheimlich wichtig bei Trennnungsangst. Finde ich.


    Nala ist mir damals auch überall hinter mir her gelaufen, also war unser erstes Training-> ich stehe auf um zu gehen, sobald der Hund auch aufsteht wieder hinsetzen. Das Spielchen so lange, bis der Hund bei Deinem Aufstehen entspannt liegen bleibt. Dann fängst Du an, Erste Schritte nach dem Aufstehen zu machen usw.
    Ziel ist es, dass der Hund denkt "Boah, jetzt fängst die Olle wieder mit dem Quatsch an, wie langweilig"

  • Hast Du schon mal beim Rütter gesehen, wie der sowas anfängt? Da latschen die Leute erstmal von einem Raum zum anderen, Tür auf, Tür zu, Hund bleibt in einem Raum. Anfangs geht es noch gar nicht um Zeit, sondern nur darum, dass der Hund versteht, der Mensch kommt wieder und die Welt geht nicht unter, weil da mal eine Tür zugeht. So würde ich in Eurem Fall auch anfangen. Also immer wieder am Tag einfach durch die Wohnung latschen, ins Schlafzimmer, Tür zu, bis 3 zählen, wieder raus, ins Bad, Tür zu, bis 3 zählen, wieder raus usw. usw., sieht Dich ja keiner dabei :-) Wichtig ist, Milow dabei gar nicht zu beachten, Du hast zu tun. Das machst Du so lange, bis Milow es leid ist, Dich bis zu jeder Tür zu verfolgen und sich irgendwo ablegt. So lange das schon in der Wohnung nicht klappt, brauchst Du mit rausgehen gar nicht anfangen.

  • Rebecca, ich hänge mich mal hier mit dran, wenn es ok ist für Dich. Wenn nicht, schmeiß mich raus;)


    Unser Lieblingsthema, Ihr wisst schon. Ich schreibe vermutlich jetzt wieder kreuz und quer, weil meine Gedanken zu diesem Thema quer laufen.


    Nachdem ich mich ja vor Kurzem ausgesperrt hatte und Nala scheinbar recht gut damit klar kam, allein zu sein, haben wir, bzw. Mein Mann sie jetzt schon einige Male allein gelassen. Mal gings gut, mal weniger gut. Ich vermute aber schon lange, das ein Grund für Verschlechterung das Hören unserer Autos ist. Und mit Ritualen wie Musik usw scheint sie auch nicht so gut klar zu kommen.

    Unser Ziel ist ja irgendwann: ich gehe mit ihr raus, anschliessend gibts Futter, im Besten Fall was zu kauen hinterher, sie legt sich wieder hin. Irgendwann fahre ich los. Mit Fahrerei wäre sie knapp 3 h allein.

    Zur Zeit würde uns der Umstand, das Madame ziemlich morgenmuffelig daherkommt ( ;)) in die Karten spielen.

    Soll ich es ab Montag wagen? Einfach mal ein paar Wochen so durchziehen? In der Hoffnung, das ein Gewöhnungseffekt eintritt?

    3 h ist schon ne Ansage, ich weiß.


    Ich glaube, ich weiss es aber nicht mehr so genau, das es bei Tappi auch so war.

    Im Zweifel müsste ich mir mal ne Videokamera kaufen.


    Unser leidiges Thema, womit ich Euch immer und immer wieder nerve 8)

  • Na ich denke, dass Nala eben anfängt unruhig zu werden, wenn sie hört, dass die Autos wegfahren? Als Simone sich ausgesperrt hatte, ist sie ja nicht weggefahren.


    Zum Thema kann ich sonst nichts sinnvolles beitragen, wir haben das Problem ja genauso.

  • ja genau Nadine, ich meine das Motorengeräusch. Hätte ich Depp ja auch schreiben können ?(

    Ich bilde mir ein, das Nala besser klar kommt, wenn sie unsere Autos nicht hört, weil sie dann vielleicht meint, wir sind unten beim Schwager oder im Garten oder so.


    Es gibt ja viele Dinge, die durch eine gewisse Eingewöhnungszeit erlernbar sind.

    Was hat Nala die ersten 3-4 Wochen bei meiner Mam rumgejammert. Aber meine Mam blieb tapfer und hat durchgehalten. Und jetzt? Jetzt jammert sie schon vor der Haustür, wenn unser Mutter nicht schnell genug aufmacht, wenn wir kommen.

    Können sich Hunde an das allein bleiben gewöhnen, oder ist es beiTrennungsangst nicht möglich.?

  • Können sich Hunde an das allein bleiben gewöhnen, oder ist es beiTrennungsangst nicht möglich.?

    Da sie ja eigentlich super damit klar kam, als sie alleine bleiben musste, als du dich ausgesperrt hast, würde ich mal sagen, dass es bei Nala doch gut aussieht. Ich kann mir vorstellen, dass das "Drumherum" (Autogeräusche und anderes, das sie mit einem unguten Gefühl verbindet) mittlerweile für sie das Schlimmste ist, weil sie es immer noch mit viel Angst/Stress verbindet.

    Vielleicht könnte man das Autogeräusch ganz gezielt trainieren? ZB in eure Alleinbleib-Übungen integrieren, indem zB dein Mann zu Übungszwecken kurz wegfährt, während du bloss im Nebenraum/vor die Haustür verschwindest? Oder du "fährst weg" und stoppst nach wenigen Metern wieder und gehst wieder zu Nala? Einfach damit sie merkt, dass die Autogeräusche nicht unbedingt bedeuten müssen, dass sie "lange" allein sein muss/dass ihr weit weg geht.

    Liebe Grüsse
    Marietta & Maggie lach.gif 


    „Ein Hund ist wie ein Herz auf vier Beinen.“ (Irisches Sprichwort)


    „Das letzte Wort über die Wunder des Hundes ist noch nicht geschrieben.“ (Jack London)

  • das hab ich bisher nicht wirklich gemacht, viel zu selten zumindest, weil den "Quatsch" sämtliche Nachbarn mitkriegen würden, ist seeeehr eng in unserer kleinen Straße.

    Da komm ich mir ja total doof vor.smverlegensmlach is ja peinlich

  • Und wenn ihr das Auto einfach ein paar Ecken weiter weg parkt?


    Kennt ihr das Rütter Training zum alleine Bleiben ?

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht

  • das Training vom Rütter kenne ich tatsächlich nicht, ich bin bei dem immer irgendwie zwiegespalten, keine Ahnung.

    Ich hab aber von Rebecca einen tollen Link zu einem Video bekommen, in dem es um das Training nach Dr. Ute Blascke-... geht, die trainiert nämlich mittels konditionierter Entspannung. In dem Video wird wirklich sehr, sehr gut erklärt, so dass ich festgestellt habe, das ich das wohl falsch, bzw. auch zu halbherzig angegangen bin.

    Das Auto würde ich tatsächlich weiter weg parken, war schon meine Überlegung, aber das ist nicht so einfach in unserer kleinen Siedlung. Das Auto muss im Endeffekt unbedingt mit rein ins Training.

  • das Training nach Dr. Ute Blascke-...

    Wir hatten ja vor nem Jahr eine CumCane Trainerin bei uns wegen eben jenem Problem. Sie hat uns sehr viele positive Impulse mitgegeben, aber das o.g. Training hat UNS leider nicht richtig weitergebracht. Zumindest nicht fürs allein bleiben. Wünsche euch, dass es für euch besser passt.

  • zu halbherzig

    Das spielt sicher auch eine große Rolle!

    Aber da hat sich deine Einstellung ja inzwischen geändert, und von daher bin ich sehr zuversichtlich, dass das gut was werden kann, zumal sie es ja grundsätzlich kann (solange sie das Auto nicht hört)

  • , zumal sie es ja grundsätzlich kann (solange sie das Auto nicht hört)

    na ja, was heißt schon grundsätzlich. Da müssen die Sterne richtig stehen, die richtige Mondphase, die Hormone und wa weiß ich noch alles.

    Ich bin tatsächlich sehr gespannt Nadine. Aber uns hat dieses ständige Rein Raus, nicht beachten, variable Zeiten usw. nicht weitergebracht.

    Rituale auch irgendwie nicht. Bei Nala läuft viel über Gewöhnung/ Konditionierung.


    Seit dem Herbst/ Winter ist es zum Beispiel auch so, das , wenn ich morgens aufstehe und in die Küche gehe, sie direkt hinterher kommt. Madame bleibt entweder im Schlafzimmer oder geht in "ihr" Zimmer. Das ist auch schon ein großer Schritt. Oder jetzt grad ist sie allein im Esszimmer, weil da die Sonne scheint garden5.gif


    Tja, und halbherzig. Ich lasse mich bei diesem-mein Thema viel zu schnell wieder aus der Fassung bringen, unter Druck setzen wie auch immer.

    Aber damit muss auch mal Schluss sein.


    Obwohl meine Mam gar nicht will, das Nala nicht mehr kommen sollsmpfeifen sie hat sich doch schon so an den Fiffi gewöhntdog.gif

  • Das Auto würde ich tatsächlich weiter weg parken, war schon meine Überlegung, aber das ist nicht so einfach in unserer kleinen Siedlung.

    Oh so Klein biggrin, da musste noch mit Joggen (oder Rollern) anfangen und in der nächsten Siedlung parken smpfeifenwegflitzsm!



    Ich hab aber von Rebecca einen tollen Link zu einem Video bekommen, in dem es um das Training nach Dr. Ute Blascke-..

    Darfst oder kannst Du den Link einstellen?

    Liebe Grüße Sibylle mit Lucie und Alex

    "Würde das Gebet eines Hundes erhört, würde es Knochen vom Himmel regnen." Türkisches Sprichwort
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." Antoine de Saint-Exupéry
    "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." Bertold Brecht