Fahrrad fahren mit Hund

  • Am Anfang hatte Lola natürlich wie vor allem anderen auch Angst vorm Fahrrad. Wir sind erst mal mit Fahrrad spazieren gegangen.Als sie kaum noch Angst zeigte probierte mein Sohn es erst mal. Er macht Radsport und ist etwas geschickter,wegen der Sturzgefahr meine ich. Aber das hat ihr Spaß gemacht,und was ihr Spaß macht lernt sie ganz schnell. Dann habe ich es probiert und war vor lauter Angst ganz verkrampft. Mein Sohn lachte über mich ,weil ich kaum lenken konnte vor Angst.Es muß wohl ziemlich komisch ausgesehen haben.
    Nach 2 Tagen ging aber alles schon gut. Die Angst hatte ich, weil Lola ja am Anfang oft Panikanfälle bekommen hat,wenn irgendein Geräusch oder ein fremdes Objekt, Mensch, Hund usw. am Wegrand war. Einmal hat mich ein Mann gegrüßt als Lola neben ihm war, da ist Lola fast ins Rad gesprungen vor Schreck. Trotz Abstandhalter.
    Heute ist Lola Profi, sie brauch auch keinen Abstandhalter mehr.


    Fahrrad fahren kann ich jedem Angsthund, vor allem denen die sich gerne viel und schnell bewegen empfehlen.
    Lola hat dadurch viele Ängste abgebaut, weil sie sich ja auch konzentrieren muß dabei. Am Anfang ist sie schneller gerannt,wenn sie vor etwas Angst hatte, später schaute sie nur noch kurz in die Richtung.

  • Mir hat Fahrrad fahren mit meinem Großen immer viel Spaß gemacht und ihm auch.


    Mit Shadow hatte ich mal kurz probiert er würde das auch mögen.
    Leider kann ich das körperlich wegen LWS-Stenose nicht mehr.

  • Wir haben es am Anfang mit Ronnie mal versucht, wäre auch gegangen, wenn Ronnie nicht beim Anblick eines jeden Hundes dermaßen ausgeflippt wäre und einen dabei schier umgerissen hätte.
    Jetzt, da das kein Thema mehr wäre, ist es gesundheitlich nicht mehr so angezeigt.

  • Wir haben es am Anfang mit Ronnie mal versucht, wäre auch gegangen, wenn Ronnie nicht beim Anblick eines jeden Hundes dermaßen ausgeflippt wäre und einen dabei schier umgerissen hätte.
    Jetzt, da das kein Thema mehr wäre, ist es gesundheitlich nicht mehr so angezeigt.


    Davor haben wir Angst bei Kuki. Er läuft sehr gut an der Leine, passt ohne Kommando sein Tempo an unseres an.
    Auch beim Fahrrad fahren klappt's vorzüglich, aber wenn dann ein anderer Hund kommt ?
    Wir werden es dieses Jahr probieren. Die schöne Seenlandschaft bei uns schaffen wir nicht zu Fuß.
    Zu den schönsten Und einsamsten Stellen kommt man nur mit dem Rad. Ich hoffe wir schaffen das mit Kuki.

  • Meine 3 laufen fast täglich am Rad. Das macht ihnen viel Spaß. Vor allem auch, wenn wir in ländliche Gegenden fahren.


    Ich fahre natürlich immer mit einem den angepassten Tempo. Zudem fahre ich maximal eine halbe Stunde oder 4 Kilometer am Stück und mache dann eine Schiebepause. Meist laufen die Hunde 1 Stunde pro Tag insgesamt am Rad.


    Wir haben hier in der Nähe leider keine schönen Gassistrecken. Und da ich kein Auto habe, bin ich froh, das Fahrrad zu haben.
    Wenn ich sehr weit rausfahre, kommen meine Hunde erstmal in einen Hänger und kommen dann später zum Laufen da raus.

  • Hallo!
    Ich fahre mit Smilla auch gerne Fahrrad, vor allem haben wir hier ganz tolle Radwege und Feldwege.Da sie bei anderen Hunden aus Unsicherheit gerne vorschiesst, muss ich an denen immer ziemlich schnell vorbei fahren, daß sie keine Gelegenheit dazu bekommt.
    Wie macht ihr das mit Eurem unsicheren Hund am Fahrrad?
    LG Elke

  • Ich habe Lola immer doppelt gesichert. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser !
    Sie ist mit einer ausziehbaren Leine ( ich glaube von Trixi) am Zuggeschirr befestigt und eine Leine am Halsband zur Sicherheit. Durch die Fahrradhalterung kann sie nicht nach vorn schießen und einen auch nicht vom Fahrrad reißen. Die Leine brauche ich für den Notfall, falls ein Hund ohne Leine kommt oder so, da kann ich sie schnell von der Halterung abmachen.

  • Mit der nötigen Vorsicht und etwas Know How in Trainingslehre tolle Sache!


    Darf ich eine Alternative zum Fahrrad vorstellen? Das Kickbike! Ich habe mir nach meine vielen Sportverletzungen dieses Teil geholt um MICH zu trainieren, weil es so eine Zwittersache zwischen Laufen (Joggen) und Fahrradfahren ist. Ich wollte meine Endoprothesen schonen und nicht mehr so Laufen.


    Und es auch mal (trotz Hexenschuss :-( ich konnte den Hunden nicht helfen...) am Rennen versucht. Es war so matschig und bäähhh .... drum sind wir wahrscheinlich mit 13 Hundertsteln im Rückstand auf den Ersten (es war sogar ein Houndgespann!) auf den Zweiten gefahren ... ich hatte Bammel zu bremsen ;(


    Vorteil Kickbike: a) du hast das Bein (bitte auch beim Fahrrad, IMMER mindestens ein Bein auf der Pedale oder dem Trittbrett lassen .. zumindest bei Zugstarken Hunden) schneller am Boden


    b) man fällt nicht so hoch wie vom Fahrrad :-)


    c) es ist leichter und lässt sich gut transportieren ...



    Dann habe ich das Kickbike als Betätigung für Hund entdeckt:

  • Damit haben wir angefangen. Wir haben einen Kurs beim Dogscooter gemacht. Das war richtig klasse.
    Mich hat auch beeindruckt wie schnell die Kommandos links und rechts gesessen haben.
    Nachteil ist aber,wir müssen einige befahrene Straßen überqueren und da habe ich Angst wenn Lola vor mir rennt. Auch durch ihren starken Jagdtrieb schießt sie manchmal plötzlich zur anderen Straßenseite.Da habe ich sie am Fahrrad neben mir besser unter Kontrolle.Aber auf Wegen ohne Autos wäre das super.

  • Ich habe auch ein kickbike :-)


    Ich spanne Freddy aber nicht vorne zum Ziehen an, sondern habe ihn entweder frei neben mir oder an einer Leine mit elastischem Zwischenstück neben mir, als ob ich ihn am Fahrrad führen würde.


    Freddy und ich haben beide Spaß dabei und können uns richtig auspowern, ohne daß ich Angst haben muß, zu stürzen, wenn er ganz plötzlich den Anker wirft und von einer Sekunde auf die andere stehen bleibt.


    Das Teil ist eine richtig feine Sache. :-):-):-)

  • Ich dachte es mir ! :-)


    Schöne Bilder !!! Da kommt man ja schon beim Angucken ins Pusten !


    Meine Art zu "rollern" reicht mir aber völlig für meinen Spaß und meine Fitness :-):-):-)

  • Ich würde am liebsten auch sowas mit Lola machen. Vor allem, weil es kein stumpfsinniges nebebenherrennen ist. Wenn sie vornewegrennen, da müssen sie auch ihr Köpfchen anstrengen!
    Das kann man ja auch gut mit 2 Hunden machen. Jetzt müssen wir nur noch Kuki seine Aggression in den Griff bekommen, dann kaufe ich mir auch so ein Kickbike. Bikejöring wäre mir zu gefährlich, dass überlasse ich den Profis. Ein ordentliches Kickbike für ein etwas wüstes Gelände kostet ja auch etwas mehr! Die gibt es noch nicht gebraucht.

  • Doch, die gibt es auch gebraucht ... ja nachdem wie zugstark dein Hund ist oder was du generell machen willst, brauchst du ja auch nicht unbedingt Scheibenbremsen.


    Schau einfach mal auf FB unter Musherflohmarkt oder Schlittenhundezubehör zu verkaufen oder ähnlichen Sites (ebay) ... da gibt's immer wieder gute, gebrauchte Roller.

  • Danke,da werde ich mal schauen. Der Dogscooter war von Lola total begeistert. Sie hat extrem viel Zugraft und es macht ihr auch echt Spaß!Dabei ist sie recht zierlich mit ihren 18 kg. Er meinte, sie wäre ein richtiges Arbeitstier und könnte 3 mal die Woche ca. 40 km laufen, natürlich nach Trainingsaufbau.
    Wir sind aber dann durch unseren zweiten Hund davon abgekommen,durch die Aggressivität und 40 km kam mir dann doch viel vor.

  • ähmm ... 40 km? ja, das eine Mitteldistanz Renndistanz.


    zum Vergleich:


    ich bestreite Sprintrennen. sagen wir mal wir laufen rennen auf dreck, d.h. da sind die Distanzen über 3 - 6 km durchschnittlich.
    auf Schnee, je nach Teamstärke und Kathegorie (zwischen 6 und 20 km).


    klar können MD Hunde 40 km laufen
    Longdistance Hunde laufen über mehrere Etappen jeden Tag bis über 80 km. da ist aber die Geschwindigkeit auch angepasst.


    Fakt ist, dass wenn ein Hund über ca. 3 Minuten Hochleistung bringen muss, sei es "Sprint" oder MD, LD geht das eigentlich metabolisch nicht mehr unter "Sprint" sondern Kraftausdauer.


    "Sprint" als echter Sprint ist das was Windhunde auf der Coursingbahn tun. Schnell und kurz.


    Also ich würde erst mal mit 1 - 2 km anfangen und wenn der Hund Freude am ziehen hat so kraft aufbauen,heisst, den Hund immer gegen die leicht schleifende Bremse laufen lassen. und das alle 2 tage alternierend mit Ruhephasen. heisst: ein Tag Training, ein Tag Ruhe und so fort ...
    Faustregel: der Hund muss so ins Ziel kommen wie er am Start gegangen ist. Dann stimmt die Geschwindigkeit und die Strecke.


    und Vorsicht! nie bei hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen trainieren. Ist die Thermoregulation bei einem Hund "kaputt" ist sie meist für immer "kaputt". Logo will der Hund laufen, aber es gibt Hunde die regulieren sich nicht selber. Meine würden laufen wenn ich sie liesse, bis sie tot umfallen ... das ist eine grosse Verantwortung dem Hund gegenüber.


    P.S. bitte seid vorsichtig mit sog. Zughundeschulen ... nicht alles glauben bitte!! ist wie mit herkömmlichen Hundeschulen, es gibt gute und ... naja ... weniger gute