Betreuung für "Nicht-Alleine-Bleiber" - Wie stellt ihr das an?

  • Stress
    Ich weiß ja nicht was du an Düften hattest . Da ich Aromatherapie schon oft bei meiner Arbeit angewndet habe, dachte ich ich suche ein Öl für Öpi raus was ihm helfen könnte. Wichtig ist das man natürliche Düfte nimmt, keine Syntetische.
    Rose paste einfach zu Öpi: Er braucht ein Herzvertrauen in jede Begegnung, er braucht eine freundliche und ruhige Umgebung und er braucht Mut und unendlich viel Liebe . Alles was die Rose in sich trägt
    Hallo Nadine!
    Ich habe unter dem Link die Beschreibung der Methode gelesen, die Deine Trainerin Dir für Timon empfohlen hat. Ich hatte vor einigen Jahren mit meinem Leonbergerrüden DJ auch ein massives Trennungsangst-Problem. Und damals leider auch noch sehr sehr schlechte Ratgeber, die Züchterin sagte mir, als das Problem so mit 5 Monaten das erste Mal auftrat, ich solle einfach WARTEN das würde sich mit einem Jahr von allein auswachsen - Du ahnst wahrscheinlich, dass das absoluter BULLSHIT war und sich das Problem natürlich massiv verstärkt hat. Trotzdem haben wir das, bis auf Situationen wo während unserer Abwesenheit ein Gewitter losging, oder eine Feuerwerk, wirklich gut hinbekommen! Das erzähle ich Dir nicht, weil ich meine, ich bin so toll, sondern um Dich zu bestärken, dran zu glauben, dass IHR DAS AUCH SCHAFFT - vor allen Dingen, da DU nicht durch Fehlverhalten Timons Problem noch verschärft hast. Allerdings hat meine damalige Trainerin einen komplett konträren Ansatz verfolgt, der meiner Meinung nach bei einem Hund wie Timon, der sich offenbar total schnell hochfährt auch mal anzudenken wäre. Ich musste damals (Winter) sowohl mich als auch die Kinder komplett anziehen, Schuhe, Jacke, Schal, Mütze - also alle Trigger von "ohmeinGottjetztgehtsiegleich" anwerfen und mich dann in voller Montur an den Tisch setzen und Zeitung lesen oder Kreuzworträtsel lösen (den Hund dabei nicht beachten) - auf jeden Fall aber vor mich hinschwitzen - und immer erst wenn der Hund geschnallt hat, es passiert wirklich NIX und sich ruhig abgelegt hat - wurde kommentarlos wieder ausgezogen und weiter in der Tagesordnung. Das war zwar echt mühsam, weil natürlich EINIGE Wiederholungen fällig waren und meine Kinder damals noch sehr klein, aber überraschenderweise ging die Desensibilisierung echt schnell - und weiter ging es dann, als der Hund in dem "kennichdiegehtehnichtweg"-Zustand angekommen war mit den Minuten-Einheiten von wirklichem Alleinbleiben, also zuerst Zimmer, dann Stockwerk, dann Haus - und bei uns hats funktioniert. Ich persönlich finde diese Ritualisierung des Alleinbleibens eher problematisch. Denn ein Hund, der die Tendenz hat sich aufzuregen, wenn der Halter weggeht, weiß dann nur umso genauer, WANN er damit anfangen sollte. Mir ist schon klar, dass das Gegenteil erreicht werden soll, aber mir liegt das kommentarlos Weggehen, weil das zum ganz normalen Alltag gehört mehr - und bei DJ war das auch so. Vielleicht einfach eine weitere Anregung - und wegen dem Homöopath. Mittel schick ich Dir am Nachmittag PN - wir haben auch eine Zeitlang einen Pheromon Stecker für Johnny verwendet. Da Du von traumatischem Geburtserlebnis berichtet hast, wär das vielleicht für Timon auch ein Option. Das ist ja sowas was Stillende-Hündin-Duft ausstrahlt und hat bei Johnny, dessen Mutter eine Gesäuge-Entzündung hatte, und deshalb nicht säugen konnte, eine kleine Verbesserung des Gesamt-Tonus in Richtung etwas ruhiger gebracht.....
    Weiterhin viel Kraft und gute Nerven ("Nervenruh" für Frauchen wären vielleicht auch nicht ganz verkehrt :D)
    Alles Liebe, Manuela
    Danke Manuela, ja, das ist wirklich auch ein interessanter Ansatz, den ich mal durchdenken muss. Denn ja, eigentlich bin ich ja auch eher der "Schnell-mal-kurz-weg"-Typ... Einen Pheromon-Stecker haben wir schon in Gebrauch. Das bringt auf jeden Fall ne ganze Menge. Das Teil ist so ein klein wenig versteckt und man sieht nicht immer direkt, wenns leer ist. Man merkt es aber relativ zeitnah, da er dann immer viel, viel unruhiger wird.

    Emmely schrieb:

    Ich weiß ja nicht was du an Düften hattest . Da ich Aromatherapie schon oft bei meiner Arbeit angewndet habe, dachte ich ich suche ein Öl für Öpi raus was ihm helfen könnte. Wichtig ist das man natürliche Düfte nimmt, keine Syntetische

    Wir hatten hauptsächlich Lavendel und Zitronenmelisse, weil die beruhigend wirken sollen. Wir haben verdünnte natürliche Öle probiert aber auch getrocknete Blüten bzw. Blätter. Solche Duftsäckchen, weißte?

    SmiLuFie schrieb:

    Ich drücke die Daumen, dass Du jemanden findest, der wenigstens an diesem Zag auf ihn aufpassen kann! Gibt es niemanden im Freundeskreis?

    Dankeschön! Wir haben keinen besonders hundeaffinen Freundeskreis. Und die, die Hunde mögen und früher immer mal aufpassten, haben jetzt alle selbst ihren ersten Hund (hat se Timon offensichtlich nicht abgeschreckt ;( ). Mit zweien wären die aber überfordert.
    Liebe Grüße,
    Nadine & der Dicke, der nicht dick ist
    Nun ja, aber wenn deren Hunde keine Probleme mit dem Alleinebleiben haben, ob sie dann in so einer dringenden Situation nichtmal einspringen können und die eigenen kleinen Pappnasen eben nicht mitbringen? Ich meine, sind doch Freunde, da könnte man das doch fragen, also, zumindest meiner Meinung nach.
    Fiete: Ich gehe nur rückwärts, um Anlauf zu nehmen!


    Aller guten Dinge sind drei!

    Fenni schrieb:

    Ich habe das Gefühl, man sollte bei Timon sogar noch einen Schritt eher ansetzen und erstmal nur den Raum verlassen, mal die Zimmertür schließen,

    Das tun wir täglich. Ich latsche hier regelmäßig hin und her und nein, er darf nicht die ganze Zeit hinter mir herwatscheln. Er kennt geschlossene Türen, er kennt Zimmer, in die er keinen Zutritt hat, er kennt es, einen Platz zugewiesen zu bekommen. Das alles beeindruckt ihn aber herzlich wenig, wenn ich die Haustür benutze. Und da macht es auch überhaupt keinen Unterschied, ob ich in voller Montur da rauslatsche oder ohne Jacke und auf Socken, weil ich nur mal eben den Hausflur fege.

    SmiLuFie schrieb:

    Ich meine, sind doch Freunde, da könnte man das doch fragen, also, zumindest meiner Meinung nach.

    Klar kann man fragen, wollen sie aber nicht. In dem speziellen Fall müsste aber tatsächlich Hundi weg, weil der Termin abends ist und die Großeltern mit Hund im Haus die Kinder nicht sitten. Ja. ich weiß, das aber aber aber nervt...<X

    Liebe Grüße,
    Nadine & der Dicke, der nicht dick ist
    Ich betreute ja immer wieder Gasthunde. Eigentlich nur für eine längere Zeit am Stück. Wenn ich euch aber an dem Tag helfen kann, dann schreib mich per PN an. Ich bin am 20.9. um 17 Uhr zu Hause. Aber ihr müsstet ihn dann spätestens früh um 8 Uhr wieder abgeholt haben.
    Liebe Grüße von Jeannine

    die nun ganz ohne Hund ist.



    Dolly, Artus und Gipsy für immer in meinem Herzen
    Also ich finde, wenn er da so deutlich unterscheidet zwischen nur allein in einem Zimmer sein und aus der Haustür gehen, würde ich auf jeden Fall den Trigger Haustür DESENSIBILISIEREN - meiner Erfahrung nach ist das der Knackpunkt. Sobald er mal ruhig bleiben kann, wenn Du zur Haustür rausgehst, indem du´s eben zuerstmal NICHT machst - ist die größte Hürde geschafft - der Weg von 1 Minute zu längeren Zeiten ist dann erfahrungsgemäß nicht mehr so steinig.....
    Ich wünsch Dir ganz tolle Erfolgserlebnisse!!!!!!
    L. G. Manuela
    Ja, da hast du wohl recht. Bevor ich das hier so alles getippt habe, war mir das noch gar nicht so bewusst geworden. Naja, kann ja auf jeden Fall nicht schaden (denke ich), 20x am Tag die Wohnungstür auf und zu zumachen, ohne zu gehen...
    Liebe Grüße,
    Nadine & der Dicke, der nicht dick ist

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „nkruemel“ ()

    :-) Falls wir später alle mal dement wirken und die im Pflegeheim denken besorgt, dass es schlimmer und schlimmer wird, weil Person x z. B. 20 mal am Tag die Zimmertür öffnet und schließt, ohne durch zu gehen, oder Person y schweißtriefend versucht am Gruppentisch Hundememory zu spielen, dann können wir echt nur hoffen, dass der eine oder andere vom Pflegepersonal selbst nen Angsthund hat und unser merkwürdig scheinendes Verhalten plus all die Hundefotos überm Bett zusammenzählen kann. Der oder die versteht dann vielleicht, dass wir nur gedankenlos in Erinnerungen schwelgen! :-)
    Fiete: Ich gehe nur rückwärts, um Anlauf zu nehmen!


    Aller guten Dinge sind drei!
    Wir haben hier auch einen "Nicht-Alleine-Bleiber". Ein anderes Zimmer ist vollkommen ok, aber wehe wir verlassen die Wohnung ganz. Damit kommt Milow noch so gar nicht klar.
    Zum Glück haben wir meine Mutter, die jeder Zeit auf Milow aufpassen kann. Sonst wäre es für uns auch sehr schwer, so einige Dinge hinzubekommen.
    Wir arbeiten zwar an dem Problem mit dem Alleine bleiben, aber so richtig haben wir noch nicht den für uns passenden Weg gefunden.
    Liebe Grüße
    Rebecca & Milow
    dog.gif